Schö­nes von Meis­ter­hand

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

nin. Die Künst­le­rin­nen tra­gen ih­ren Schmuck selbst am Ohr: Bri­git­te Breusch-Veit­tin­ger zeigt Sil­ber­hän­ger mit Ka­pu­zi­ner­kres­se-Sa­men aus wei­ßem Por­zel­lan, an Su­san­ne Gold­bach leuch­ten ova­le Lin­sen aus gel­bem Email. „Es ist im Grun­de far­bi­ges Glas, das nach dem Bren­nen den Ef­fekt zeigt, dass man nicht genau weiß, ob es kon­kav oder kon­vex ist“, er­klärt die Gold­schmie­de­meis­te­rin aus Karls­ru­he. Sie ar­bei­tet vor al­lem mit run­den For­men und stellt ne­ben Schmuck auch smar­te Sil­ber­scha­len mit far­bi­gen In­nen­flä­chen her. Ih­re Kol­le­gin Breusch-Veit­tin­ger, lässt sich gern von den Mit­men­schen in­spi­rie­ren. „Wenn ei­ne Kun­din nicht un­be­dingt ein Gams­horn als Be­steck­griff ge­wollt hät­te, wä­re ich wohl nicht auf die Idee ge­kom­men“, lacht sie mit Blick auf ih­re „Reh­bock-Löf­fel“.

Zum 24. Mal ver­an­stal­tet die Re­gio­nal­grup­pe Karls­ru­he des Bun­des der Kunst­hand­wer­ker (BdK) Ba­den-Würt­tem­berg ih­re Weih­nachts­mes­se für an­ge­wand­te Kunst und Kunst­hand­werk. In die­sem Jahr dau­ert die Aus­stel­lung im Re­gie­rungs­prä­si­di­um am Ron­dell­platz erst­mals nur vier Ta­ge. Ei­ne Son­der­prä­sen­ta­ti­on im Foy­er zeigt Ob­jek­te von Preis­trä­gern und No­mi­nier­ten des Staats­prei­ses Ba­den-Würt­tem­berg, der al­le zwei Jah­re vom Lan­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und dem BdK aus­ge­lobt wird.

Zu den 33 Aus­stel­lern ge­hört auch Do­ro­thea Sie­gert-Bin­der mit ih­ren aus­ge­fal­le­nen Papp­ma­schee-Fi­gu­ren. Die fröh­li­chen, bunt ge­klei­de­ten Frau­en in Yo­ga­po­se oder mit Hund ha­ben auch ei­ne Mes­sa­ge: Auf Post­kar­ten ge­druckt tei­len sie mit: „Es gibt für al­les ei­ne Lö­sung!“oder „Ja, du bist ge­meint!“. Auch die fein­glied­ri­gen Re­tro-Ti­sche von Pe­ter Him­mels­bach spre­chen zum Pu­bli­kum. „Ich war ei­ne Klei­der­schrank­tür“, sagt ei­ner. „Ich auch“, be­merkt sein Kol­le­ge da­hin­ter.

i Ser­vice

Die Weih­nachts­mes­se für an­ge­wand­te Kunst und Kunst­hand­werk ist bis ein­schließ­lich Sonn­tag, täg­lich von 11 bis 18 Uhr, ge­öff­net.

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