Re­kord­aus­ga­ben im Stra­ßen­bau

Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in­ves­tiert 789 Mil­lio­nen Eu­ro / Kri­tik von der SPD

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um ver­zeich­net ei­nen Re­kord bei den Aus­ga­ben für Stra­ßen­bau im ab­lau­fen­den Jahr. Mit 789 Mil­lio­nen Eu­ro sei­en 38 Mil­lio­nen Eu­ro mehr in die Bun­des­fern­stra­ßen in­ves­tiert wor­den als im Vor­jahr, teil­te Res­sort­chef Win­fried Her­mann (Grü­ne) in Stutt­gart mit. „Wir ar­bei­ten seit Jah­ren auf Hoch­tou­ren, um den Sa­nie­rungs­stau wei­ter ab­zu­bau­en und Eng­päs­se im Stra­ßen­netz zu be­he­ben.“

Der Bund hat­te 2016 für den Süd­wes­ten 814 Mil­lio­nen Eu­ro be­reit­ge­stellt. Die Dif­fe­renz zu den tat­säch­lich ver­wen­de­ten Mit­teln von 25 Mil­lio­nen Eu­ro hät­te Her­mann aus Sicht der SPD-Frak­ti­on ab­ru­fen müs­sen. „Es ist pein­lich, dass Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann nichts da­zu­ge­lernt hat und aber­mals Stra­ßen­bau­mit­tel ver­fal­len lässt“, sag­te SPDFrak­ti­ons­chef Andre­as Stoch. Her­mann ver­wies hin­ge­gen dar­auf, dass kein Geld ver­fal­le, weil an­ders als in den Vor­jah­ren die Mit­tel ins neue Jahr über­trag­bar sei­en.

Im Jahr 2016 flos­sen 136 Mil­lio­nen Eu­ro in den Aus- und Neu­bau der Bun­des­fern­stra­ßen und 390 Mil­lio­nen Eu­ro in Sa­nie­rung. 263 Mil­lio­nen wur­den et­wa in Tun­nel­nach­rüs­tung, Tele­ma­tik und den Un­ter­halt in­ves­tiert.

Wäh­rend Ver­kehrs­mi­nis­ter Her­mann auf den Stel­len­be­darf in der Stra­ßen­bau­ver­wal­tung hin­wies, be­ton­te Stoch, der Mi­nis­ter ha­be von der grün-ro­ten Vor­gän­ger­re­gie­rung ge­nug neue Stel­len er­hal­ten. „Da­mit hat­te der Ver­kehrs­mi­nis­ter ei­gent­lich das nö­ti­ge Hand­werks­zeug be­kom­men, da­mit sich ein sol­cher Vor­gang nicht wie­der­holt“, be­ton­te der SPD-Po­li­ti­ker.

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