„Es wird ganz schön for­dernd“

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Am Sams­tag spielt ihr als ei­ner der drei Haupt­acts in eu­rer Hei­mat­stadt Karls­ru­he in der Schwarz­wald­hal­le. Ein ganz be­son­de­rer Auf­tritt für euch?

Las­ter­balk der Läs­ter­li­che: Heim­spie­le sind im­mer et­was Be­son­de­res. In Karls­ru­he ha­ben wir uns vor 17 Jah­ren ge­grün­det – und auch wenn ei­ni­ge von uns nicht mehr hier le­ben, ha­ben wir hier noch Freun­de, Fa­mi­lie und un­se­re Kon­tak­te. Ent­spre­chend groß ist die Gäs­te­lis­te auch beim Knock­out-Fes­ti­val. Und wenn wir sonst schon sel­ten da sind, wol­len die Be­su­cher, die uns ken­nen, dann eben jetzt die Auf­merk­sam­keit. Ich glau­be, es wird ganz schön for­dernd.

Zur Stadt Karls­ru­he habt ihr ein zwie­späl­ti­ges Ver­hält­nis.

Las­ter­balk der Läs­ter­li­che: Das stimmt. Wir pro­ben im­mer noch am Rhein­ha­fen, ob­wohl wir von der Stadt­ver­wal­tung schon oft ent­täuscht wur­den. Zum Bei­spiel wur­den wir nie zu „Das Fest“ein­ge­la­den, ob­wohl wir zwei Num­mer-1-Al­ben in den Charts hat­ten und da­mit ei­ne der er­folg­reichs­ten Karls­ru­her Bands sind. Auch der Wunsch, am Al­ten Schlacht­hof ei­nen Pro­be­raum ein­zu­rich­ten, wur­de ab­ge­lehnt. Es wird im­mer viel da­von ge­re­det, die re­gio­na­len Künst­ler zu un­ter­stüt­zen, aber je­den Eu­ro, den wir uns er­spielt ha­ben, muss­ten wir auf der Stra­ße ver­die­nen. In der Band hat­ten wir des­halb schon die Dis­kus­si­on, ob wir Karls­ru­he kom­plett den Rü­cken keh­ren. Das letz­te Wort ist da noch nicht ge­spro­chen.

Ihr wart zu­letzt sehr er­folg­reich. 2017 steht wie­der ein an­stren­gen­des Jahr vor euch. Un­ter an­de­rem spielt ihr erst­mals in den USA. Was er­war­tet euch dort und was wünscht ihr euch fürs neue Jahr?

Las­ter­balk der Läs­ter­li­che: Wir wis­sen selbst nicht so recht, wie die in den USA auf uns auf­merk­sam ge­wor­den sind (lacht). Na­tür­lich ist das ei­ne neue Her­aus­for­de­rung, es war­tet dort ein ganz an­de­res Pu­bli­kum. In den 17 Jah­ren ha­ben wir uns in Deutsch­land an ei­nen ge­wis­sen Lu­xus ge­wöhnt, was die Büh­nen­shows und die Feuer­und Licht­ef­fek­te an­geht. Das wird lo­gis­tisch jetzt schwie­rig, das in den USA ge­nau­so um­zu­set­zen, al­lein der Trans­port un­se­rer In­stru­men­te, die meist Uni­ka­te sind, ist ei­ne Her­aus­for­de­rung. Aber das sind na­tür­lich Lu­xus­pro­ble­me. Was ich mir im neu­en Jahr aber ganz be­son­ders wün­sche, ist, dass al­le ge­sund blei­ben.

maw/Fo­to: Sal­ta­tio Mor­tis

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