Schar­fer Pro­test

Frei­bur­ger Stu­den­ten be­set­zen Au­di­max der Uni­ver­si­tät

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Frei­burg (dpa/lsw). Der Pro­test ge­gen die ge­plan­ten Stu­di­en­ge­büh­ren für in­ter­na­tio­na­le Stu­den­ten im Süd­wes­ten nimmt an Schär­fe zu. Stu­den­ten be­setz­ten das Au­di­max der Uni­ver­si­tät Frei­burg. „Wir blei­ben so lan­ge, bis un­se­re For­de­run­gen er­füllt sind“, sag­te ges­tern die Spre­che­rin der stu­den­ti­schen Be­set­zer­grup­pe, Zoe St­eins­ber­ger. Ein Spre­cher von Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin The­re­sia Bau­er (Grü­ne) re­agier­te mit Un­ver­ständ­nis. „Wir er­war­ten, dass sich Stu­die­ren­de mit ih­ren Ar­gu­men­ten ein­mi­schen – das ist völ­lig le­gi­tim und er­wünscht. Und dar­an hin­dert sie auch nie­mand. Des­halb be­darf es auch kei­ner Be­set­zung.“Ge­ra­de jetzt in der lau­fen­den An­hö­rung des Ge­setz­ent­wur­fes bie­te das Be­tei­li­gungs­ver­fah­ren um­fas­send Raum für al­le, um sich mit ih­ren Ar­gu­men­ten ein­zu­brin­gen, sag­te der Spre­cher von Bau­er wei­ter.

Am An­fang hat­ten 200 Stu­den­ten seit Mitt­woch­abend mit der Ak­ti­on ge­gen die von der Lan­des­re­gie­rung ge­plan­ten Stu­di­en­ge­büh­ren für Stu­den­ten aus Nicht-EU-Län­dern und für das Zweit­stu­di­um pro­tes­tiert. Der Bun­des­ver­band aus­län­di­scher Stu­die­ren­der un­ter­stütz­te die Ak­ti­on.

Nach An­ga­ben des Spre­chers der Be­set­zer­grup­pe wa­ren rund 400 Stu­den­ten nach ei­ner of­fi­zi­el­len Voll­ver­samm­lung im Hör­saal ge­blie­ben. Die Uni sprach dar­auf­hin ein Haus­ver­bot ge­gen die Stu­die­ren­den aus, setz­te es aber nicht durch. Mit der Po­li­zei hat­te die Uni­ver­si­tät im Vor­feld ver­ein­bart, dass im Fal­le ei­ner Hör­saal-Be­set­zung kei­ne Ein­satz­kräf­te an­rü­cken, wie ein Spre­cher sag­te.

Hin­ter­grund des Pro­tests ist ein Ge­setz der grün-schwar­zen Lan­des­re­gie­rung zur Ein­füh­rung von Stu­di­en­ge­büh­ren für in­ter­na­tio­na­le Stu­den­ten. Zum Win­ter­se­mes­ter 2017/18 sol­len dem­nach Stu­den­ten aus Nicht-EU-Län­dern pro Se­mes­ter 1 500 Eu­ro zah­len. Auch für ein Zweit­stu­di­um sol­len künf­tig 650 Eu­ro pro Se­mes­ter er­ho­ben wer­den.

Lan­des­re­gie­rung re­agiert mit Un­ver­ständ­nis

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