Mam­mu­tel­fen­bein und Pop­corn

Un­ge­wöhn­li­ches beim Weih­nachts­markt der Schmuck­stu­die­ren­den

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ron Tee­ger

Wer noch auf der Su­che nach ei­nem in­di­vi­du­el­len Weih­nachts­ge­schenk war, konn­te mög­li­cher­wei­se ges­tern auf dem Weih­nachts­markt der Pforz­hei­mer Schmuck­stu­die­ren­den fün­dig wer­den.

In der Au­la der Fa­kul­tät für Gestal­tung zeig­ten zahl­rei­che Stu­den­ten ih­re Krea­tio­nen, die selbst­ver­ständ­lich auch zum Ver­kauf stan­den. Lei­se Mu­sik, Ker­zen, Tee und Ku­chen tru­gen zur an­ge­neh­men At­mo­sphä­re bei. Wer sei­nen täg­li­chen Ein­kauf ger­ne kunst­voll trans­por­tie­ren möch­te, konn­te sich bei Li­sa Pin­tas­ke mit selbst de­sign­ten und im Sieb­druck­ver­fah­ren be­druck­ten Ju­te­ta­schen in ei­ner Auf­la­ge von ge­ra­de ein­mal 101 Stück pro De­sign ein­de­cken. Mar­leen He­cker ar­bei­tet vor al­lem mit Na­tur­ma­te­ria­li­en, wel­che sie dann in Sil­ber ab­gießt. So ent­steht bei­spiels­wei­se Schmuck in Form von Tan­nen­zap­fen, Hei­del­bee­ren oder Kaf­fee­boh­nen. „Das Schö­ne dar­an ist, dass man bei die­sem Ma­te­ri­al ins Vo­lu­men ge­hen kann, da es nicht schwer zu tra­gen ist“, er­zähl­te Ja­ni­ka Slo­wik über ih­re Bro­schen aus Acryl­glas und Licht­wel­len­lei­tern. Die­se wür­den ver­bun­den und durch Hit­ze zu Uni­ka­ten ver­formt. Et­was ganz be­son­de­res prä­sen­tier­te Me­la­nie Jan­ke. Die ge­lern­te El­fen­bein­schnit­ze­rin ver­wen­det seit dem Ver­bot von El­fen­bein das fos­si­le Mam­mu­tel­fen­bein für ih­re Schmuck­stü­cke. In Eu­ro­pa gibt es ge­ra­de ein­mal ei­ne Schu­le an der man die von Franz I. Graf zu Er­bach-Er­bach sein­er­zeit ins Land ge­brach­te El­fen­bein­schnit­ze­rei noch er­ler­nen kann. Ei­ne in­ter­es­san­te Idee hat­te auch He­le­na Gro­mann, die un­ter an­de­rem den Ko­kon ei­ner Töp­fer­wes­pe über­di­men­sio­nal nach­bil­de­te und dann in ei­nem spe­zi­el­len Ver­fah­ren gla­sier­te.

Lil­ly Ma­rie Se­lig ver­band mit ih­ren be­weg­li­chen Schmuck­stü­cken aus Fein­sil­ber, Süß­was­ser­per­len und Gelb­gold Tra­ge­kom­fort mit Ele­ganz. Auf Idee von Xin Liu, Pop­corn zu neh­men und die­ses zu ver­gol­den, muss man auch erst ein­mal kom­men. Auch Vic­tor Hah­ner zeig­te mit sei­nen Bro­schen aus Kle­be­band und Aqua­rell­far­be Ein­falls­reich­tum. Aber auch die vie­len an­de­ren Ex­po­na­te der an­de­ren Künst­ler fan­den das In­ter­es­se der Be­su­cher. Ob nun Ket­ten, Ohr­rin­ge, Bro­schen, Töp­fer­wa­ren oder ver­gol­de­te Hai­fisch­zäh­ne und Vo­gel­kral­len.

DEN DIN­GEN AUF DEN GRUND geht Nareh Ape­li­an (links) beim Kauf der Töp­fer­wa­re von Ste­pha­nie Pen­ner auf dem Weih­nachts­markt der Pforz­hei­mer Schmuck­stu­den­ten. Fo­to: Wa­cker

IM DU­ETT san­gen und spiel­ten So­pra­nis­tin Fran­zis­ka Tiedt­ke und Or­ga­nist Ma­thi­as Kohl­mann bei der „Mu­si­ca ad Ve­sper­um“. Fo­to: rt

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