Beim Come­back ein So­lo-Auf­tritt

Statt Kunstra­dar­tist Max Pou­lin tanzt Sa­rah Lin­der­may­er durch die „Win­ter­träu­me“

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Clau­dia Kraus

Der Un­fall ei­nes Akro­ba­ten sorgt für ei­ne Pro­gramm­än­de­rung bei den am mor­gi­gen Sams­tag, 20 Uhr, im Kul­tur­haus Os­ter­feld star­ten­den „Win­ter­träu­men“. Das Va­rie­té­thea­ter muss auf Kunst­rad­fah­rer Max Pou­lin ver­zich­ten. Da­für gibt es ein Wie­der­se­hen mit Sa­rah Lin­der­may­er, die im ver­gan­ge­nen Jahr als duo drei­fach mit ih­rer Part­ne­rin An­to­nia Mo­der­sohn auf­trat.

Nach­dem Max Pou­lin das Trai­ning in­zwi­schen wie­der auf­nahm, hat­ten die Or­ga­ni­sa­to­ren um Kul­tur­haus­che­fin Ma­ria Ochs noch auf sei­nen Ein­satz ge­hofft. Aber 26 Shows in ei­nem so kur­zen Zei­t­raum be­deu­ten für je­den Akro­ba­ten im­men­se An­stren­gun­gen. „Das ist Hoch­leis­tungs­sport“, er­klärt der dies­jäh­ri­ge Re­gis­seur der „Win­ter­träu­me“, Jan van Au­bel. Und Pou­lin sei dann doch noch nicht fit ge­nug ge­we­sen. Der gut ver­netz­te Wahl­ber­li­ner van Au­bel rief bei der eben­falls in Berlin le­ben­den Sa­rah Lin­der­may­er an. Die­se sag­te spon­tan zu – und ein Kin­der­thea­ter­stück ab, bei dem sie als Schau­spie­le­rin auf der Büh­ne ge­stan­den hät­te.

Lin­der­may­er zeig­te bei den „Win­ter­träu­men 2015/2016“mit ih­rer Part­ne­rin ein atem­be­rau­ben­des Spiel am Tuch und in ei­ner zwei­ten Num­mer höchs­te Akro­ba­ten­kunst am Chi­ne­si­schen Mast. Dies­mal darf sich das Pu­bli­kum auf ei­nen So­lo-Akt der 26-jäh­ri­gen Ar­tis­tin freu­en. Sie wird auf ei­nem Hoch­seil tan­zen. Ei­nen et­wa 1,70 Me­ter ho­hen und an die 300 Ki­lo­gramm schwe­ren Stand­ap­pa­rat hat sie für die Num­mer mit­ge­bracht. „Die ein­zel­nen Stan­gen kann man gut auf- und ab­bau­en“, er­klärt die jun­ge Frau. Sie freut sich über ihr Pforz­hei­mer Come­back. „Es ist al­les so ver­traut“, sagt sie. Die ge­bür­ti­ge Frank­fur­te­rin kann ih­re Auf­trit­te beim Va­rie­té in der Gold­stadt mit ei­nem Be­such bei der Fa­mi­lie in der Main­me­tro­po­le ver­bin­den an den Ta­gen, da die „Win­ter­träu­me“ei­ne klei­ne Fei­er­tags­pau­se ein­le­gen.

Sa­rah Lin­der­may­er hat ei­ne Aus­bil­dung an der Staat­li­chen Ar­tis­ten­schu­le in Berlin ab­sol­viert und ist staat­lich an­er­kann­te Ar­tis­tin. Das Pforz­hei­mer Pu­bli­kum wird sie in ih­rer Haupt­dis­zi­plin er­le­ben, dem Seil­tanz. Ei­ne Kost­pro­be ih­rer Zweit­dis­zi­plin, dem Part­ner­tuch, ha­ben die Va­rie­té­fans im ver­gan­ge­nen Jahr zu se­hen be­kom­men.

„Ich woll­te schon im­mer auf die Büh­ne“, denkt die Ar­tis­tin an frü­he Kind­heits­träu­me zu­rück. Da­bei schweb­te ihr zu­nächst das Thea­ter vor. Schon als Ju­gend­li­che ha­be sie Thea­ter ge­spielt. „Ich trat aber auch viel im Kin­der­zir­kus auf.“Hier die Thea­ter­büh­ne, dort die Ma­ne­ge – das sei ge­nau ihr Ding. Ih­re Fa­mi­lie ha­be sie bei all ih­ren Plä­nen un­ter­stützt. „Die steht da­hin­ter und hat mich im­mer ge­för­dert“, er­zählt sie.

EIN WIE­DER­SE­HEN mit Sa­rah Lin­der­may­er gibt es bei den am Sams­tag im Kul­tur­haus Os­ter­feld star­ten­den „Win­ter­träu­men“. Sie war im ver­gan­ge­nen Jahr in ei­ner Num­mer mit ih­rer Part­ne­rin zu se­hen. Fo­to: Kraus

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