Ge­schen­ke sind nicht al­les

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Das war mein schöns­tes Weih­nachts­fest...

Mit den Weih­nachts­ge­schen­ken war das so ei­ne Sa­che in der Kind­heit von Kurt Ebel: Kaum hat­te er als Drei­jäh­ri­ger die lang er­sehn­te Spiel­zeug­flin­te von den El­tern be­kom­men, schon lag der ers­te Gum­mipfeil im Kin­der­wa­gen dicht ne­ben sei­ner Schwes­ter. Da war der Är­ger pro­gram­miert – und das Ge­schenk schnel­ler zer­bro­chen als be­kom­men. We­ni­ge Jah­re spä­ter mar­schier­te der klei­ne Kurt nach ei­nem ge­lun­ge­nen Krip­pen­spiel mit ei­nem ver­zier­ten Tel­ler, ein Ge­schenk der Kir­che, nach Hau­se: „Kaum bin ich den Kirch­bu­ckel hoch­ge­gan­gen, schon war es glatt und der Tel­ler zer­brach“, kann sich der 65-jäh­ri­ge pen­sio­nier­te Bio- und BWL-Leh­rer an die Trä­nen er­in­nern.

So hat der Rem­chin­ger Ge­mein­de­rat früh ge­lernt, dass Ge­schen­ke nicht al­les sind: „Das Non­plus­ul­tra war, als uns un­ser Va­ter vor der Be­sche­rung zum Christ­baum-Vö­gel­chen kau­fen mit nach Pforz­heim zum Mer­kur nahm, der da­mals voll war mit trom­meln­den Äff­chen und Blech­frö­schen.“Auch 1976, als sei­ne Toch­ter Sil­ke schon mit 14 Mo­na­ten die ers­ten Ver­se von „Ihr Kin­der­lein kom­met“sin­gen konn­te, war die Be­sche­rung per­fekt. Jetzt freut er sich zu­sam­men mit sei­ner Frau Ani­ta aufs be­sinn­lich-fröh­li­che Fa­mi­li­en­fest: „Dass man sich ge­gen­sei­tig wert­schätzt, ist viel mehr wert als al­les Ma­te­ri­el­le.“

Mit Kurt Ebel, seit 1984 für die CDU im Rem­chin­ger Ge­mein­de­rat, sprach Ju­li­an Zach­mann.

WERT­SCHÄT­ZUNG ist dem Rem­chin­ger Ge­mein­de­rat Kurt Ebel wich­ti­ger als ma­te­ri­el­le Ge­schen­ke. Fo­to: zac

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