Kein Bar­geld mehr

Wäh­rung­s­cha­os legt Erd­öl­land Ve­ne­zue­la lahm

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Ca­ra­cas (dpa). In Ve­ne­zue­la gibt es prak­tisch kein Bar­geld mehr. Wäh­rend ges­tern der am meis­ten ver­wen­de­te Schein im Wert von 100 Bolívar wert­los wur­de, sind die neu­en Bank­no­ten noch nicht in Um­lauf ge­kom­men. Wie in den nächs­ten Ta­gen nun Ein­käu­fe und Ge­schäf­te ab­ge­wi­ckelt wer­den sol­len, ist un­klar. Die Geld­au­to­ma­ten der meis­ten öf­fent­li­chen und pri­va­ten Ban­ken ga­ben ges­tern kei­ne Schei­ne mehr her­aus. „Au­ßer Be­trieb“war auf den Bild­schir­men zu le­sen.

„Es gibt kein Geld, des­halb kön­nen wir die Au­to­ma­ten nicht be­fül­len und neu pro­gram­mie­ren“, sag­te ei­ne Bank­an­ge­stell­te in der Haupt­stadt Ca­ra­cas. Ei­gent­lich hät­te der neue 500-BolívarSchein am Don­ners­tag ein­ge­führt wer­den sol­len. Al­ler­dings sind die Bank­no­ten noch nicht in Ve­ne­zue­la ein­ge­trof­fen, wie es aus Ban­ken­krei­sen hieß. Es wur­den Lie­fe­run­gen aus Dru­cke­rei­en in den USA und Groß­bri­tan­ni­en er­war­tet. Prä­si­dent Ni­colás Ma­du­ro zeig­te am Don­ners­tag­abend im Fern­se­hen be­reits die neu­en Geld­schei­ne. Ein ge­nau­es Da­tum für die Ein­füh­rung nann­te er al­ler­dings nicht. An­ge­sichts der Hy­per­in­fla­ti­on in dem Erd­öl­land sol­len grö­ße­re Geld­schei­ne den All­tag er­leich­tern. Selbst klei­ne An­schaf­fun­gen wer­den in Ve­ne­zue­la mit di­cken Geld­bün­deln be­zahlt.

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