Weih­nachts­mann ist kei­ne Co­ca-Co­la-Idee

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Ber­lin (dpa). Den Weih­nachts­mann als Fi­gur gibt es erst seit der Re­for­ma­ti­on im 16. Jahr­hun­dert. Das Bild des rot-weiß ge­wan­de­ten, paus­bä­ckig-ge­müt­li­chen Ga­ben­brin­gers wur­de zwar durch ei­ne Wer­be­kam­pa­gne des Co­caCo­la-Kon­zerns aus den 1930er Jah­ren po­pu­lär. Dass der Ge­trän­ke­her­stel­ler die Fi­gur er­fun­den ha­be, ist al­ler­dings ein weit­ver­brei­te­ter Irr­tum. Denn ihr ei­gent­li­cher Schöp­fer war ein deut­scher Ein­wan­de­rer in den USA: Schon 1862 be­gann der ge­bür­ti­ge Pfäl­zer Tho­mas Nast, „San­ta Claus“für die Zeit­schrift „Har­per’s Wee­kly“zu zeich­nen – zu­nächst mit hell­brau­nem Män­tel­chen. Im Lau­fe von 30 Jah­ren ent­wi­ckel­te Nast sei­nen Weih­nachts­mann wei­ter, ko­lo­rier­te sei­nen Um­hang ir­gend­wann rot und weiß und leg­te da­mit sein heu­ti­ges Er­schei­nungs­bild fest.

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