„Fal­sche Neun oder fal­scher Fuff­zi­ger“

Kwas­ni­o­ks Plan für Braun­schweig sys­tem-un­ab­hän­gig / Fo­da hängt noch in der Luft

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Re­né Dan­kert

Karls­ru­he. Tho­mas Tu­chel ist so ei­ner aus der Trainer­zunft, der früh auch bei Lu­kas Kwas­ni­ok Ein­druck hin­ter­ließ. Je­den­falls ver­wies der In­te­rims­coach des Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten Karls­ru­her SC vor dem letz­ten Spiel des Jah­res am heu­ti­gen Sams­tag (13 Uhr) ge­gen Ta­bel­len­füh­rer Ein­tracht Braun­schweig auf die Phi­lo­so­phie, die Bo­rus­sia Dort­munds Coach sein­er­zeit auf sei­ner ers­ten Pro­fiWegstre­cke beim „klei­nen FSV Mainz“ver­folg­te. „Der hat in sei­nen ers­ten Spie­len im­mer fünf, sechs Leu­te ge­wech­selt und da­mit die ers­ten sie­ben Spie­le ge­won­nen“, sagt Kwas­ni­ok, was er­klä­ren soll­te, wie er vor dem zwei­ten und letz­ten Part sei­ner Aus­hilfs­tä­tig­keit ge­strickt ist. Tu­chel-li­ke. Dies nicht aus er­kann­ter Not, son­dern „aus Über­zeu­gung“. „Ich ha­be 18, 20 Spie­ler zur Ver­fü­gung. Ich wür­de mich in mei­nen Mög­lich­kei­ten ein­schrän­ken, wür­de ich nicht auf al­le auch zu­rück­grei­fen“, be­tont der 35-Jäh­ri­ge aus dem U-19-La­ger, der das Ab­schluss­trai­ning un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit ab­hielt – auf dem na­hen Uni-Sport­platz.

Oh­ne dass Kwas­ni­ok na­ment­lich kon­kret ge­wor­den wä­re, könn­ten Mar­vin Meh­lem und Er­win Hof­fer die­je­ni­gen sein, die in die Start­elf rut­schen wer­den. Vor acht Ta­gen in Dres­den (0:0) wies der kom­mis­sa­ri­sche Übungs­lei­ter bei­den zu­nächst Plät­ze auf der Re­ser­ve­bank zu. Die Tak­tik? Ei­ner­lei, fin­det Kwas­ni­ok. „Ob fal­scher Neu­ner, ech­ter Zeh­ner, ob Dop­pel-Sie­ben oder fal­scher Fuff­zi­ger, ist egal. Es geht nicht ums Sys­tem, son­dern um die Be­reit­schaft der Leu­te, die Räu­me zu se­hen und in sie hin­ein­zu­sto­ßen. Es geht dar­um, dem Geg­ner weh­zu­tun.“

Kwas­ni­ok hofft, „das ers­te und das letz­te Mal als In­te­rims­trai­ner beim KSC aus­zu­hel­fen“. Dar­über, dass ihm das not­wen­di­ge Fuß­ball­leh­rer-Di­plom fehlt, um als Dau­er­lö­sung in­fra­ge zu kom­men, ha­be er sich „kei­ne Se­kun­de auf­ge­regt“.

In der kom­men­den Wo­che dürf­te der KSC kla­rer se­hen, wer nach dem Jah­res­wech­sel über­neh­men wird. Aus Ös­ter­reich wur­de nun be­kannt, dass Sturm Graz die Ver­trags­ge­sprä­che mit KSC-Kan­di­dat Fran­co Fo­da ent­ge­gen des­sen Wunsch aus­setzt und de­ren Fort­füh­rung für Ja­nu­ar an­strebt. Fo­da woll­te sei­ne Zu­kunft aber im De­zem­ber ge­klärt wis­sen. Der ge­bür­ti­ge Main­zer hat in Graz ei­ne Aus­stiegs­klau­sel, die es ihm er­mög­li­chen wür­de, im Win­ter zu wech­seln.

Foto: GES

IM AN­MARSCH auf die Start­elf ge­gen Braun­schweig? Er­win Hof­fer und Mar­vin Meh­lem, in Dres­den nur auf der Bank, dür­fen auf Plät­ze in der KSC-Start­elf hof­fen.

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