Stadt­ge­spräch

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Kli­ni­kums legt, der muss auch das Ver­trau­en ha­ben kön­nen, dass da Pro­fis am Werk sind, die das ei­ne vom an­de­ren un­ter­schei­den kön­nen. Und es gibt kei­nen Grund an­zu­neh­men, dass die­ses Ver­trau­en in Pforz­heim nicht ge­recht­fer­tigt ist.

Auch an den Ge­rich­ten sind Pro­fis am Werk. Das Ver­trau­en, das sie ge­nie­ßen, ist un­be­ding­te Vor­aus­set­zung, dass ih­re Ent­schei­dun­gen letzt­lich ak­zep­tiert wer­den und der Rechts­frie­de ge­wahrt blei­ben kann. Weil man auch Rich­ter kri­ti­sie­ren und ih­re Sprü­che hin­ter­fra­gen muss, gibt es ein aus­ge­feil­tes Sys­tem der In­stan­zen. Und na­tür­lich hat AfD-Spre­cher Bam­ber­ger das Recht, erst in Be­ru­fung zu ge­hen und dann auch noch Re­vi­si­on ein­zu­le­gen. Aber Bam­ber­ger tut noch mehr. Er lässt sei­nen „Rechts-An­walt“das Ver­fah­ren vor dem Land­ge­richt als po­li­ti­schen Pro­zess dif­fa­mie­ren, von aus Ber­lin ge­lenk­ter Ge­sin­nungs­jus­tiz spre­chen.

Sol­ches Ge­schrei zer­stört das Ver­trau­en und zer­stört die Grund­la­gen die­ses Ge­mein­we­sens. Das mag dem Frei­bur­ger Rechts­aus­le­ger bei sei­nem Wahl­kampf hel­fen. Pforz­heim hilft es nicht. Aber der Pforz­hei­mer AfD hof­fent­lich auch nicht.

Ro­land Wei­sen­bur­ger

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