Si­be­li­us pur im Con­gres­sCen­trum

Zwei­tes Sin­fo­nie­kon­zert mit Yu­ki Ma­nue­la Jan­ke

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IN PFORZHEIM -

„Si­be­li­us pur!“lau­tet das Mot­to des zwei­ten Sin­fo­nie­kon­zerts der Badische Phil­har­mo­nie Pforz­heim un­ter der Lei­tung des Ge­ne­ral­mu­sik­di­rek­tors Markus Hu­ber am mor­gi­gen Sonn­tag, 18. De­zem­ber, um 19 Uhr im Con­gres­sCen­trum Pforz­heim.

Auf dem Pro­gramm ste­hen drei Wer­ke des fin­ni­schen Kom­po­nis­ten Je­an Si­be­li­us; zu Gast ist die re­nom­mier­te Gei­ge­rin Yu­ki Ma­nue­la Jan­ke, die be­reits beim fünf­ten Sin­fo­nie­kon­zert im ver­gan­ge­nen Jahr ihr Kön­nen un­ter Be­weis stell­te, heißt es in ei­ner An­kün­di­gung des Kon­zerts.

Die sin­fo­ni­sche Dich­tung „Fin­lan­dia op. 26“ist das letz­te Stück ei­ner sechs­tei­li­gen Sui­te und auch als „ge­hei­me Na­tio­nal­hym­ne“Finn­lands be­kannt. Sie hat auch heu­te noch ei­ne star­ke emo­tio­na­le Be­deu­tung, in­dem sie Be­zug auf das na­tio­na­le „Er­wa­chen“Finn­lands im 19. Jahr­hun­dert nimmt. Si­be­li­us’ An­lie­gen war es, die See­le des fin­ni­schen Volks zu ver­to­nen und sein mu­si­ka­li­sches Schaf­fen auf sei­nem Volks­tum auf­zu- bau­en. Sei­ne Mu- sik mar­kiert den Über­gang von der Spät­ro­man­tik zur Mo­der­ne. Mit dem „Kon­zert für Vio­li­ne und Orches­ter d-Moll op. 47“er­hält die So­lis­tin Yu­ki Ma­nue­la Jan­ke die Ge­le­gen­heit, sich dem Pforz­hei­mer Pu­bli­kum er­neut zu prä­sen­tie­ren; be­reits im Mai 2015 war die Gei­ge­rin in Pforz­heim zu Gast.

Si­be­li­us’ Vio­lin­kon­zert ge­hört ne­ben Wer­ken von Pro­kof­jew, Schosta­ko­witsch und Berg zu den be­deu­tends­ten Vio­lin­kon­zer­ten des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts. Das aus drei Sät­zen be­ste­hen­de Kon­zert ver­dankt sei­ne bis heu­te an­dau­ern­de Po­pu­la­ri­tät ei­ner spät­ro­man­ti­schen Sti­lis­tik, ver­bun­den mit mo­der­ner skan­di­na­vi­scher Klan­gäs­the­tik.

Die im Jah­re 1986 ge­bo­re­ne So­lis­tin des Abends, Yu­ki Ma­nue­la Jan­ke, Toch­ter ei­ner deutsch-ja­pa­ni­schen Mu­si­ker­fa­mi­lie, er­hielt im Al­ter von drei Jah­ren ih­ren ers­ten Gei­gen- und Kla­vier­un­ter­richt. Sie wur­de be­reits viel­fach na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal aus­ge­zeich­net, dar­un­ter er­hielt sie ei­nen Preis beim In­ter­na­tio­na­len Pa­ga­ni­ni-Wett­be­werb in Ge­nua. Jan­ke ist Sti­pen­dia­tin der „Stu­di­en­stif­tung des Deut­schen Vol­kes“, Deut­schen Stif­tung Mu­sik­le­ben, der De­gus­sa-Stif­tung so­wie der Kes­ter-Ha­eus­ler Stif­tung. In­ter­na­tio­nal kon­zer­tiert sie mit re­nom­mier­ten Klang­kör­pern wie dem Rund­funk-Sin­fo­nie­or­ches­ter Ber­lin, der Staats­ka­pel­le Wei­mar, dem Eu­ro­pean Fes­ti­val Orches­tra oder dem Bu­e­nos Ai­res Phil­har­mo­nic Orches­tra. Un­ter an­de­rem war die Star­gei­ge­rin in ih­rer bis­he­ri­gen Kar­rie­re Ers­te Kon­zert­meis­te­rin der Staats­ka­pel­le Dres­den, und da­mit nach 464 Jah­ren die ers­te Frau an der Spit­ze des Orches­ters.

Sie gas­tiert in zahl­rei­chen Städ­ten welt­weit und bei nam­haf­ten Fes­ti­vals, wie dem Bach-Fes­ti­val in Bern.

Den Ab­schluss des Kon­zert­abends bil­det die „Sin­fo­nie Nr. 4 a-moll op. 63“, die mit ih­rem tra­gi­schen und düs­te­ren, vom Tri­to­nus-In­ter­vall ge­präg­ten Ton, ei­ner der mu­si­ka­li­schen Hö­he­punk­te des Schaf­fens von Je­an Si­be­li­us dar­stellt. PK

VIO­LI­NIS­TIN Yu­ki Ma­nue­la Jan­ke spielt heu­te im CCP. Foto: PK

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