Hal­len­nut­zung wird teu­rer

Wür­mer Ort­schafts­rat wehrt sich ge­gen Kür­zun­gen bei Ju­gend­ar­beit Stadt­tei­le

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

rn. Die Nut­zung der Würm­tal­hal­le als Fest­hal­le wird ab 1. Ja­nu­ar 2017 um 30 Pro­zent teu­rer. Un­ter dem Druck der der Stadt Pforz­heim auf­er­leg­ten Kos­ten­de­ckung und des Haus­halts­si­che­rungs­Kon­zepts er­höh­te der Ort­schafts­rat ein­stim­mig den bis­he­ri­gen Ba­sis-St­un­den­satz von 76 Eu­ro auf 100 Eu­ro, zu­züg­lich 19 Pro­zent Um­satz­steu­er.

Jähr­lich wer­den Mehr­ein­nah­men von 1 500 Eu­ro er­war­tet. Bis­her gin­gen durch­schnitt­lich 5 000 Eu­ro im Jahr als Mie­te ein. Orts­vor­ste­her Rü­di­ger Nest­ler mach­te klar: „Bei der Er­hö­hung geht es le­dig­lich um die Nut­zung als Fest­hal­le; der Ver­eins- und Schul­sport ist nicht be­trof­fen.“Ver­ei­ne sol­len auch künf­tig be­son­de­re Ver­güns­ti­gun­gen er­hal­ten, brach­te SPD-Ort­schafts­rä­tin Kat­ja Theu­rer den ein­zi­gen Er­gän­zungs­an­trag ein. Die Wür­mer Be­schlüs­se ste­hen im Zu­sam­men­hang mit der Be­ra­tung des Ge­mein­de­rats am kom­men­den Di­ens­tag, der über die Miet­erhö­hung der Na­gold­hal­le ent­schei­det.

Klare Wor­te gab es im Ort­schafts­rat zu ge­plan­ten Kür­zun­gen bei der Ju­gend­ar­beit Stadt­tei­le. „Auch in un­se­rem Stadt­teil gibt’s so­zia­le Brenn­punk­te.“Da­mit wehr­te sich Nest­ler ge­gen städ­ti­sche Plä­ne, den an­ge­mie­te­ten Ju­gend­treff „No Na­me“nur noch drei Ta­ge ge­öff­net zu hal­ten. Da­mit wür­den weit­ge­hend in­tak­te Stadt­tei­le de­sta­bi­li­siert wer­den. Zu­vor hat­ten Axel Baum­busch und Kat­ja Wen­gert von der „Ju­gend­ar­beit Stadt­tei­le, Stadt­ju­gend­ring“(SJR) die po­si­ti­ve Ent­wick­lung von „No Na­me“er­läu­tert und mit Zah­len be­legt: wie 295 St­un­den Be­treu­ung an 80 Ta­gen, 1 448 Be­su­cher, da­von 123 mit aus­län­di­schen Wur­zeln, Be­ra­tungs­ge­sprä­che mit El­tern, en­ger Kon­takt mit Schu­le. Und: Der Ju­gend­treff sol­le ein Raum sein, den die Ju­gend­li­chen sonst nicht ha­ben: zum da sein, hin­ho­cken, chil­len. „Auch nor­mal ent­wi­ckel­te Ju­gend­li­che brau­chen ei­nen Ju­gend­raum“, er­klär­te Baum­busch. Ein­mü­tig wur­de Orts­vor­ste­her Nest­ler, der von ei­nem Vier-Au­gen-Gespräch mit So­zi­al­bür­ger­meis­te­rin Mo­ni­ka Mül­ler be­rich­te­te, un­ter­stützt, Ab­stri­che an der Qua­li­tät der Ju­gend­ar­beit Würm sei­en nicht ak­zep­ta­bel.

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