Bus-Flot­te mit neu­en Part­nern vor­ge­stellt

Drei Un­ter­neh­mer fah­ren ab Ja­nu­ar zwi­schen Kel­tern, Strau­ben­hardt, Pforz­heim und It­ters­bach

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Kel­tern/Strau­ben­hardt/Karls­bad. Dass die Ver­kehrs­be­trie­be Pforz­heim ih­re Pfor­ten schlie­ßen, hat auch Aus­wir­kun­gen aufs Um­land. Die Bus­se muss­ten auch hier so­zu­sa­gen neue Rei­fen auf­zie­hen – den Be­tei­lig­ten war da­bei wich­tig, die Fahr­plä­ne weit­ge­hend zu be­las­sen. Mit drei Bus­sen ver­schie­de­ner Un­ter­neh­mer im Rü­cken und al­len Be­tei­lig­ten samt den Bür­ger­meis­tern Stef­fen Bochin­ger (Kel­tern), Hel­ge Vieh­weg (Strau­ben­hardt) und Jens Timm (Karls­bad) prä­sen­tier­te jetzt Axel Hof­säß, Ge­schäfts­füh­rer des Ver­kehrs­ver­bun­des Pforz­heim-Enz­kreis (VPE), in Diet­lin­gen die Flot­te samt neu­en Part­nern. „Mül­ler Rei­sen“, „Richard Eber­hardt“ und „Vik­tor En­gel“wer­den zum 1. Ja­nu­ar 2017 als Be­trei­ber die VPE-Li­ni­en mit der Num­mer 720 – Pforz­heim, Kel­tern, Ot­ten­hau­sen, It­ters­bach – und mit der Num­mer 721 – Pforz­heim, Bir­ken­feld, Kel­tern, Lan­gen­stein­bach – über­neh­men. Und zwar mit mo­der­nen Nie­der­flur-Bus­sen, in de­nen auch die Stopp-Knöp­fe auf Kind­er­hö­he sind und per di­gi­ta­ler An­zei­ge die nächs­ten drei Hal­te­stel­len im In­ne­ren an­ge­zeigt wer­den. Per App oder in­dem man den QRCo­de an den Hal­te­stel­len mit dem Smart­pho­ne ver­bin­det, er­fährt man die „Echt­zeit“, wann die Bus­se al­so tat­säch­lich an­kom­men. Denn die­se sind mit GPS aus­ge­stat­tet, so dass stän­dig ak­tua­li­siert wird, ob und wo der Bus ge­ra­de steht. Die wich­tigs­ten Än­de­run­gen be­tref­fen den Mi­nu­ten­be­reich: Die Bus­se star­ten in Pforz­heim am „ZOB“zur Takt­mi­nu­te 30, die so ge­nann­ten Ver­stär­ker­kur­se 17.28 Uhr und 18.28 Uhr wer­den auf 17.40 be­zie­hungs­wei­se 18.40 Uhr ver­scho­ben. In der Ge­gen­rich­tung ent­fällt mor­gens der Ver­stär­ker­bus um 6.59 Uhr ab Ell­men­din­gen (Ett­lin­ger Stra­ße) nach Pforz­heim, kurz nach 7 Uhr ste­hen aber wei­te­re ins­ge­samt sechs Fahr­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung.

Aus Sicht von Axel Hof­säß und auch von Un­ter­neh­mer Har­tin Mül­ler sind es die vor­ge­schrie­be­nen, eu­ro­pa­wei­ten Aus­schrei­bun­gen, die ei­ne ge­wis­se Un­si­cher­heit und Un­ru­he für die Bus-Un­ter­neh­mer ber­gen. „Nichts ist mehr plan­bar“, be­klagt Mül­ler. Bis 2023 zu­min­dest ist al­les in tro­cke­nen Tü­chern, dann wird neu aus­ge­schrie­ben. Har­tin Mül­ler nutz­te die Ge­le­gen­heit, um his­to­ri­sche Fak­ten zu er­wäh­nen. Im Prin­zip be­gann al­les mit dem Tor­na­do im Jahr 1968, der die Ein­stel­lung der Klein­bahn­stre­cke zwi­schen It­ters­bach und Pforz­heim mit sich brach­te. Als es da­nach ans neu Sor­tie­ren ging, hat­te man laut Mül­ler die Li­ni­en 720 und 721 ver­ges­sen – die Stadt­ver­kehr Pforz­heim stell­ten sich hier neu auf. Ab 2000 wa­ren es über­wie­gend pri­va­te Bus­un­ter­neh­mer, die sich zur VPO (Ver­kehrs­ge­sell­schaft Pri­va­ter Om­ni­bus­un­ter­neh­mer) zu­sam­men­schlos­sen und nun ab Ja­nu­ar in ei­ge­ner Ver­ant­wor­tung die Be­för­de­rung der Fahr­gäs­te über­neh­men.

Foto: Roth

START­KLAR ZUR FREU­DE DER KOM­MU­NEN: Die Bus-Un­ter­neh­men Mül­ler-Rei­sen, En­gel und Eber­hardt über­neh­men ab Ja­nu­ar die VPE-Li­ni­en 720 und 721, was die Bür­ger­meis­ter aus Kel­tern, Strau­ben­hardt und Karls­bad be­grü­ßen.

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