Lei­dens­zeit für die Le­ber

Pforzheimer Kurier - - MENSCH UND MEDIZIN -

Die Leb­ku­chen lie­gen schon seit dem Spät­som­mer in den Su­per­markt­re­ga­len, und seit Wo­chen lockt der Glüh­wein auf dem Weih­nachts­markt. Doch was über Käl­te und den frü­hen Son­nen­un­ter­gang hin­weg­trös­ten mag, be­las­tet die Le­ber.

Dass Men­schen im­mer mehr Fet­tes und Sü­ßes zu sich neh­men, sei ge­fähr­lich, warnt die Deut­sche Le­ber­stif­tung. Wer re­gel­mä­ßig zu Gän­se­bra­ten, Zimt­ster­nen und al­ko­ho­li­schen Ge­trän­ken greift, ris­kie­re, dass sich Fett in den Le­ber­zel­len ab­la­gert. Dar­aus kön­ne zum Bei­spiel Fett­le­ber­he­pa­ti­tis ent­ste­hen, ei­ne ge­fähr­li­che Ent­zün­dung.

Oft be­mer­ken Be­trof­fe­ne gar nicht, dass ih­re Le­ber er­krankt ist. Ei­ne Fett­le­ber­er­kran­kung ver­ur­sa­che gar kei­ne oder sehr un­spe­zi­fi­sche Sym­pto­me, war­nen die Ex­per­ten. Man soll­te sei­ne Le­ber­wer­te des­halb re­gel­mä­ßig vom Haus­arzt kon­trol­lie­ren las­sen. In der Vor­weih­nachts­zeit rät die Le­ber­stif­tung da­zu, nicht zu viel fet­ti­ges Es­sen zu sich zu neh­men und sich re­gel­mä­ßig zu be­we­gen. Ein Win­ter­spa­zier­gang ist viel ge­sün­der als Glüh­wein auf dem Weih­nachts­markt. Auch den Ver­dau­ungs­schnaps nach dem Es­sen soll­te man er­set­zen – zum Bei­spiel durch ei­nen Es­pres­so. tna

AL­LE JAHR WIE­DER: Süß, fett und al­ko­hol­hal­tig ist die Ver­pfle­gung auf dem Weih­nachts­markt – und bei vie­len Men­schen auch im Rest des Jah­res. Foto: Ge­bert

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