De­pres­sio­nen nach der Ge­burt

Pforzheimer Kurier - - MENSCH UND MEDIZIN -

Wenn Frau­en nach der Ge­burt kei­nen Ap­pe­tit ha­ben und nie­der­ge­schla­gen sind, kann das auf ei­ne Wo­chen­bett­de­pres­si­on deu­ten. Auch An­triebs­lo­sig­keit, an­hal­ten­de Er­schöp­fung und Freud­lo­sig­keit sind An­zei­chen. Dar­auf weist der Fach­ver­band DGPPN hin. Die De­pres­si­on ent­wi­ckelt sich meist ei­ni­ge Wo­chen nach der Ge­burt und kann Mo­na­te an­hal­ten. Wenn die Mut­ter län­ger als zwei Wo­chen dar­un­ter lei­det, soll­te sie un­be­dingt pro­fes- sio­nel­le Hil­fe su­chen. Das gilt auch, wenn die Be­zie­hung zum Kind ge­stört ist. „Bei be­trof­fe­nen Frau­en kommt es zu Gr­ü­bel­ge­dan­ken, zu Ver­sa­gens- und Schuld­ge­füh­len, die sich meist auf das Kind und die Mut­ter­schaft be­zie­hen“, er­klärt Sa­bi­ne Her­pertz von der DGPPN. „Auf dem Hö­he­punkt der Er­kran­kung be­son­ders quä­lend sind Ge­dan­ken, sich oder dem Kind et­was an­zu­tun, weil man nicht mehr wei­ter weiß.“Meist schäm­ten Frau­en sich und spre­chen des­halb nicht von sich aus über ih­re Ängs­te.

Kör­per­li­che, be­ruf­li­che und so­zia­le Ve­rän­de­run­gen, Ge­füh­le von Über­for­de­rung und Hilf­lo­sig­keit – all das kön­nen aus­lö­sen­de Fak­to­ren sein. Nach An­ga­ben der DGPPN sind bis zu 15 Pro­zent der Müt­ter be­trof­fen. elz

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