Fahr­ver­bot bei Seh­stö­run­gen

Pforzheimer Kurier - - MOTOR UND VERKEHR -

Wenn das Seh­ver­mö­gen ab­nimmt, et­wa we­gen Grü­nem Star oder Al­ters­be­ding­ter Ma­ku­la­de­ge­ne­ra­ti­on (AMD), soll­ten Be­trof­fe­ne nach An­sicht der Au­gen­ärz­teVer­ei­ni­gung DOG aufs Au­to­fah­ren ver­zich­ten, min­des­tens aber Vor­sichts­maß­nah­men tref­fen. „Oft hilft es, nur noch tags­über und nur in be­kann­ten Ge­gen­den zu fah­ren und auf Über­hol­ma­nö­ver zu ver­zich­ten“, rät Bern­hard La­chen­mayr, Vor­sit­zen­der der DOGVer­kehrs­kom­mis­si­on. Auch so ein­fa­che Maß­nah­men wie die re­gel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung der Bril­le und der Wind­schutz­fah­rer schei­be – vor al­lem auf der In­nen­sei­te – hel­fen, das Un­fall­ri­si­ko zu ver­rin­gern.

Bei der AMD sind vor al­lem die Seh­schär­fe am Tag und das Seh­ver­mö­gen in der Däm­me­rung be­ein­träch­tigt, wäh­rend am Grü­nen Star Er­krank­te „blin­de Fle­cken“im Sicht­feld ha­ben kön­nen. „Das kann zur Fol­ge ha­ben, dass Fahr­zeu­ge, Fuß­gän­ger oder Rad- kom­plett über­se­hen wer­den“, so La­chen­mayr. Be­trof­fe­nen rät er, auch bei Tag mit Schein­wer­fer­licht zu fah­ren, da­mit sie bes­ser von an­de­ren Ver­kehrs­teil­neh­mern und Fuß­gän­gern wahr­ge­nom­men wer­den, was wie­der­um de­ren Si­cher­heit er­höht.

Wer­den die Be­ein­träch­ti­gun­gen zu groß, hilft al­ler­dings nur noch ein Fahr­ver­bot. Der be­han­deln­de Arzt muss es laut La­chen­mayr bei Ge­fahr im Ver­zug aus­spre­chen. Wei­gern Be­trof­fe­ne sich den­noch, ih­ren Füh­rer­schein ab­zu­ge­ben, kann der Au­gen­arzt sich an die zu­stän­di­ge Be­hör­de wen­den. tmn

BLIND­FLUG: Bei Nacht und Näs­se ha­ben schon ge­sun­de Men­schen Schwie­rig­kei­ten, den Über­blick zu be­hal­ten. Ernst­haf­te Au­gen­er­kran­kun­gen sind erst recht Grund, das Au­to ste­hen zu las­sen. Foto: pa­vel / Fo­to­lia.com

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