Ope­ra­ti­on Ho Ho Ho

Stress­freie Weih­nach­ten

Pforzheimer Kurier - - FAMILIE UND GESELLSCHAFT -

Es soll­te die schöns­te Zeit des Jah­res sein: die Zeit der leuch­ten­den Kin­der­au­gen, duf­ten­den Plätz­chen und des ge­müt­li­chen Zu­sam­men­seins. Doch oft sieht der Fest­tag selbst ganz an­ders aus: An Hei­lig­abend steht Ma­ma ge­stresst in der Kü­che, Pa­pa sucht seit St­un­den die Christ­baum­be­leuch­tung und die Kin­der to­ben völ­lig über­dreht durchs Haus. Tei­le vom Weih­nachts­ein­kauf wur­den trotz lan­ger Lis­ten doch ver­ges­sen, zum Put­zen fehl­te schlicht­weg die Zeit, die Ge­schen­ke sind noch nicht fer­tig ein­ge­packt und wumms, da geht auch schon die ers­te Christ­baum­ku­gel zu Bruch. Oh du se­li­ge, gna­den­brin­gen­de Weih­nachts­zeit …

Sie­ben Tipps für ein ent­spann­tes Weih­nachts­fest, mit de­nen die Freu­de aufs Fest be­stimmt er­hal­ten bleibt:

1 Nichts muss per­fekt sein

Es kann aber so aus­se­hen als ob – mit ein paar klei­nen Knif­fen! Sind die selbst ge­ba­cke­nen Plätz­chen an Weih­nach­ten schon auf­ge­ges­sen, kön­nen Weih­nachts­bä­cker un­ter Zeit­druck ein­fach ge­kauf­te Kek­se in­di­vi­du­ell mit Zu­cker­guss und bun­ten Streu­seln ver­zie­ren. Und statt die Ge­schen­ke Hei­lig­abend in mü­he­se­li­ger Ar­beit in Ge­schenk­pa­pier zu hül­len, kön­nen sie schon im Ge­schäft ein­ge­packt und Zu­hau­se noch mit Schlei­fen auf­ge­hüb­scht wer­den. Haupt­sa­che, es kommt von Her­zen.

2 Be­sinn­lich­keit im klei­nen Kreis

Wer fei­ert wo und wann? Fährt man zu den ei­nen Groß­el­tern, füh­len sich die an­de­ren be­nach­tei­ligt, fei­ert man Weih­nach­ten mit sei­nen Ge­schwis­tern, füh­len sich die Freun­de ver­nach­läs­sigt. Fakt ist, man kann es nicht je­dem recht ma­chen. Im klei­nen Kreis zu Hau­se zu fei­ern, ist des­halb manch­mal nicht nur die ein­fachs­te, son­dern auch die zu­frie­den­stel­len­de Me­tho­de.

3 Nicht al­les selbst ma­chen

Weih­nach­ten ist das Fest der Lie­be und der Fa­mi­lie, al­so kann man sei­ne Liebs­ten auch gu­ten Ge­wis­sens mit ein­be­zie­hen und am Fest­tag die letz­ten an­lie­gen­den Auf­ga­ben auf­tei­len: Der Part­ner kann den Baum auf­stel­len oder die letz­ten ver­ges­se­nen Ein­käu­fe er­le­di­gen, die Kin­der kön­nen beim De­ko­rie­ren hel­fen und die Groß­el­tern kön­nen schon eher kom­men und die Kin­der­be­treu­ung über­neh­men, wäh­rend die El­tern sich ganz in Ru­he in ih­re Abend­gar­de­ro­be wer­fen oder die letz­ten Din­ge im­pro­vi­sie­ren.

4 Weih­nachts­es­sen mal an­ders

Brust oder Keu­le? Weih­nachts­ge­rich­te kos­ten Vor­be­rei­tungs­zeit, vor al­lem, wenn Vor- und Nach­spei­se da­zu­kom­men. Oft hat man, den Weih­nachts­fei­ern und -märk­ten sei Dank, be­reits vor dem Fest al­le Klas­si­ker schon durch. Da­her grei­fen vie­le am Hei­lig­abend zum Weih­nachts­buf­fet mit Kar­tof­fel­sa­lat und Würst­chen – auch ein Klas­si­ker, aber ein­fach. Wer auf die an­de­ren Ge­rich­te nicht ver­zich­ten möch­te oh­ne das hal­be Fest vorm Herd zu ver­brin­gen, wählt am Bes­ten ein Me­nü, das leicht vor­zu­ko­chen ist. Da­bei kon­zen­triert man sich auf die Bei­la­gen, lässt die En­te oder Gans ein­flie­gen (Gän­se-Ta­xi oder Metz­ger) und über­lässt die Nach­spei­se den Gäs­ten.

5 Nicht-An­griffs-Pakt

Weih­nachts­ge­schen­ke. Für je­den sei­ner Liebs­ten das pas­sen­de und ir­gend­wie aus­ge­fal­le­ne Ge­schenk zu fin­den, kos­tet Zeit und Geld, ganz zu Schwei­gen von dem Stress, den die Su­che be­deu­tet. Man möch­te es al­len recht ma­chen, aber müs­sen es da­für im­mer ge­kauf­te Ge­schen­ke sein? Tan­te Bar­ba­ra freut sich doch so­wie­so am meis­ten über et­was Ge­bas­tel­tes von den Kin­dern. Mit den an­de­ren Freun­den und Ver­wand­ten kann man ex­pli­zi­te Nicht-An­griffsPak­te schlie­ßen. So spart man ei­ni­ges an Zeit und das ist vi­el­leicht das schöns­te Ge­schenk – ins­be­son­de­re für Fa­mi­li­en.

6 Weih­nachts­en­gel ru­fen

Nie­mand schafft al­les al­lein, nicht ein­mal das Christ­kind. Es weiß sei­ne flei­ßi­gen Hel­fer­lein sehr zu schät­zen! Da­her soll­te nie­mand zö­gern, sei­ne lie­bens­wer­ten Weih­nachts­en­gel um Hil­fe zu bit­ten. Wäh­rend die Haus­halts­hil­fe den vor­weih­nacht­li­chen Haus­putz über­nimmt, kön­nen die letz­ten Be­sor­gun­gen ge­macht wer­den. Soll­ten noch Ge­schen­ke feh­len, freu­en sich die Kin­der be­stimmt auch über ei­ne Bas­tel­stun­de mit der Oma, dem Ba­by­sit­ter oder den Nach­bars­kin­dern. Aber nicht nur Ba­by­sit­ter und Haus­halts­hil­fen sind ge­fragt. Auf be­treut.de neh­men, nach An­ga­ben des Ver­mitt­lungspor­tals für Haus­halts­kräf­te, kurz vor den Weih­nachts­ta­gen auch be­son­ders die An­fra­gen nach Tier­be­treu­ern zu. Fa­mi­li­en mit Haus­tie­ren, die über die Weih­nachtsfei­er­ta­ge ver­rei­sen, soll­ten früh­zei­tig die Be­treu­ung ein­pla­nen. Denn ein gu­ter Tier­be­treu­er bringt nicht nur Ent­las­tung wäh­rend der Weih­nachtsfei­er­ta­ge, son­dern sorgt gleich­zei­tig auch da­für, dass das ge­lieb­te Haus­tier nicht zu kurz kommt.

7 Schö­ne Be­sche­rung!

Mit Kin­dern droht der hei­li­ge Abend je­des Jahr in Trä­nen aus­zu­ar­ten. Neh­men Sie ein­fach ein biss­chen Span­nung raus! Für die Klei­nen ist Hei­lig­abend ei­ne Her­aus­for­de­rung, denn sie sind auf­ge­regt, ha­ben vi­el­leicht Angst vor Knecht Rupp­recht und müs­sen sich trotz des er­höh­ten Zu­cker­le­vels auch noch vor­bild­lich be­neh­men. Wie wä­re es da vor dem gro­ßen Abend zum Bei­spiel mit ein we­nig Ablen­kung? Ein Thea­tero­der Weih­nachts­markt­be­such mit den Groß­el­tern zum Bei­spiel. smk / prt

OH DU FRÖH­LI­CHE: Weih­nach­ten soll ein schö­nes und ent­spann­tes Fa­mi­li­en­fest sein, bei dem nicht nur die Wun­der­ker­zen, son­dern auch die Au­gen der Gäs­te fun­keln. Foto: lu­cky­busi­ness / Fo­to­lia.com

DIE WEIH­NACHTS­EN­GEL HEL­FEN LAS­SEN: Auch das ge­hört zu den Ge­heim­nis­sen ei­ner stress­frei­en Fest­vor­be­rei­tung. Fotos: Be­treut.de / stock­sy uni­ted

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