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Pforzheimer Kurier - - BUNTE SEITE -

Der Ber­li­ner Schau­spie­ler Fried­rich Kayss­ler war grüb­le­risch und pro­ble­ma­tisch, bis zur ge­le­gent­li­chen Pe­dan­te­rie. Als er ein­mal bei Gründ­gens im Staats­thea­ter gas­tier­te und von ei­nem Punkt der Vor­der­büh­ne zum ent­ge­gen­ge­setz­ten ei­nen Gang zu ma­chen hat­te, ver­fiel er in tief­sin­ni­ges Me­di­tie­ren, weil er wohl in die­se Schrit­te wie­der zu viel hin­ein ge­heim­niss­te. Schließ­lich frag­te er den in­sze­nie­ren­den Ge­ne­ral­in­ten­dan­ten: „Ja, ich fra­ge mich nur, wie kom­me ich da drü­ben hin?“– „Zu Fuß, lie­ber Kayss­ler, zu Fuß“, sag­te Gründ­gens mild iro­nisch.

Die Sän­ge­rin Ade­li­na Pat­ti woll­te und woll­te nicht ab­tre­ten. Mit über sieb­zig gab sie end­lich ih­re Ab­schieds­vor­stel­lung. Ob­wohl sie nur noch über ein paar Tö­ne ver­füg­te, wur­de sie mit Bei­fall über­schüt­tet. Als der Di­ri­gent Hans von Bü­low, der dem Kon­zert bei­wohn­te, ge­fragt wur­de, wie es ihm ge­fal­len ha­be, sag­te er: „Nun, es war je­den­falls das schöns­te Asth­ma, das ich je ge­hört ha­be.“

Char­lie Chap­lin ging ein­mal auf ei­nen Mas­ken­ball, auf dem die bes­te Char­lie-Chap­lin-Mas­ke prä­miert wur­de. Er wur­de Drit­ter.

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