Hin­ter­grund

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

Ab 2017 kommt in Karls­ru­he als kom­mu­na­le Steu­er­pflicht ge­gen­über der Stadt ei­ne Ab­ga­be für Zweit­woh­nun­gen da­zu. Die Stadt hat aber an­ge­kün­digt, sie sei vor­aus­sicht­lich nicht vor Fe­bru­ar so weit, zu kas­sie­ren. Bis 1. Ja­nu­ar könn­ten nicht al­le Er­klä­run­gen be­ar­bei­tet sein.

Mehr als 18 000 Ein­woh­ner in­for­mier­te die Stadt erst­mals im Ju­li dar­über, dass laut Un­ter­la­gen des Mel­de­am­tes ei­ne Zweit­woh­nungs­steu­er auf sie zu­kom­me. Dar­auf­hin re­gis­trier­te die Be­hör­de rund 4 500 Ab­mel­dun­gen. Den ver­blei­ben­den rund 14 000 Adres­sa­ten schick­te die Stadt die Steu­er­er­klä­rung. Die neue Zweit­wohn­sitz­steu­er hat­te der Ge­mein­de­rat im Herbst als ei­nen Schritt zur Kon­so­li­die­rung des städ­ti­schen Haus­halts be­schlos­sen.

Dass sich vie­le Ver­an­la­gungs­an­sin­nen in Karls­ru­he an fal­sche Adres­sen rich­ten, sei Fol­ge des teils ver­al­te­ten Mel­de­re­gis­ters, sagt Ord­nungs­amts­chef Wei­ße. Dies zu be­rei­ni­gen, sei auch ein Zweck der Zweit­woh­nungs­steu­er. Al­len, die we­gen un­zu­tref­fen­der Mel­de­un­ter­la­gen an­ge­schrie­ben wur­den, will das Ord­nungs­amt die Klä­rung mög­lichst ein­fach ma­chen, be­tont Wei­ße: „Ein An­ruf oder ei­ne Mail, das reicht.“Gar nicht zu re­agie­ren, sei nicht rat­sam, so die Stadt: Letzt­lich kön­ne sie die Steu­er­sum­me auch schät­zen. So­gar ein Buß­geld­ver­fah­ren wä­re mög­lich. ke

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