Heiß auf den Gip­fel

Leip­zi­ger Vor­freu­de

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Wil­li Or­ban

Leip­zig (dpa). Dietrich Ma­te­schitz gra­tu­lier­te sei­nem Vor­zei­ge-Team in der Ka­bi­ne höchst­per­sön­lich. Die wei­te­ren Wor­te des Red-Bull-Be­sit­zers für den Bun­des­li­ga-Kra­cher des sa­gen­haf­ten Auf­stei­gers RB Leip­zig ge­gen den ruhm­rei­chen FC Bay­ern be­hielt Trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl für sich. Doch klar ist: Vom mil­li­ar­den­schwe­ren Ma­te­schitz bis zu Spie­lern, Trai­nern und Fans. RB Leip­zig kann das Du­ell in der Münch­ner Are­na am Mitt­woch we­ni­ger er­war­ten als sämt­li­che Ge­schen­ke zu Weih­nach­ten. „Al­les, was wir bis­lang in die­se Sai­son hin­ein­ge­packt ha­ben, al­les, was wir uns hier hart er­ar­bei­tet ha­ben, das al­les führt jetzt da­zu, dass wir am Mitt­woch ein Spiel spie­len dür­fen, das ganz Deutsch­land elek­tri­siert und über die Lan­des­gren­zen hin­aus die Leu­te be­geis­tern wird“, be­ton­te und pro­phe­zei­te Ha­sen­hüttl.

Ei­gent­lich woll­te der RB-Trai­ner nach dem völ­lig sou­ve­rä­nen 2:0 (1:0) ge­gen ei­ne harm­lo­se Her­tha aus Ber­lin noch gar nicht viel über das Du­ell um den ers­ten Platz der Li­ga in der Win­ter­pau­se re­den. Die Vor­freu­de konn­te aber auch er nicht ver­ber­gen – wie nie­mand in den Rei­hen der Leip­zi­ger. „Für uns spricht ei­ni­ges, weil: Wir müs­sen nicht, wir wol­len, wir kön­nen“, mein­te Ste­fan Ilsanker mit fun­keln­den Au­gen. Auch ge­gen Her­tha BSC be­wies die Mann­schaft ih­re Qua­li­tä­ten. Auf das 0:1 in In­gol­stadt zeig­ten Ha­sen­hüttls Jungs nicht nur die vom Coach ge­for­der­te Re­ak­ti­on. Zu­hau­se ge­wann RB zu­letzt fünf Spie­le in Se­rie. Ti­mo Werner sorg­te in der 41. Mi­nu­te für die Füh­rung. Ka­pi­tän Wil­li Or­ban (Foto: dpa) leg­te mit ei­nem wuch­ti­gen Kopf­ball (62.) nach.

Nun fie­bern al­le dem Mitt­woch ent­ge­gen: Hier der im Mai 2009 erst ge­grün­de­te Ver­ein, in des­sen bis­he­ri­ger Chro­nik die Ti­tel als Ober­li­ga­meis­ter (2010), Re­gio­nal­li­ga­meis­ter (2013) und Sach­sen­po­kal­sie­ger (2011 und 2013) auf­tau­chen. Da der FC Bay­ern: 26-ma­li­ger Meis­ter. 18-ma­li­ger DFB-Po­kal­sie­ger, fünf­ma­li­ger Kö­nigs­klas­sen-Tri­um­pha­tor. Schon vor Wo­chen hat­ten die ers­ten Sti­che­lei­en be­gon­nen. „Die ha­ben den Vor­teil, dass sie mei­ner Mei­nung nach wäh­rend der Wo­che im­mer auf der Couch lie­gen, wenn wir im Cham­pi­ons­Le­ague-Rhyth­mus sind“, hat­te Prä­si­den­ten-Rück­keh­rer Uli Ho­en­eß ge­sagt.

Selbst wenn der ra­san­te Auf­stieg von RB und mitt­ler­wei­le 36 Punk­te aus 15 Spie­len auch in­ter­na­tio­nal längst schon mehr als nur zur Kennt­nis ge­nom­men wur­den, wird es ne­ben dem Wie­der­se­hen mit dem ehe­ma­li­gen Leip­zi­ger Jos­hua Kim­mich auch ein Spiel von vie­len Nach­wuchs­kräf­ten ge­gen ma­xi­mal ge­stan­de­ne Pro­fis von Welt­ruhm.

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