Stark in den De­tails

Pforzheimer Kurier - - FERNSEHEN -

„Tat­ort: Wen­de­ham­mer“(So., Das Ers­te): In letz­ter Zeit las­sen sich die „Tat­ort“-Au­to­ren al­ler­hand ein­fal­len, um alt­be­kann­ten Kri­mi-Mus­tern zu ent­kom­men. Das Pro­blem ist nur, dass sie sich da­bei ge­le­gent­lich im Ge­strüpp ih­rer Ein­fäl­le ver­hed­dern wie in die­sem Fall Ste­phan Brüg­gen­t­hies und Andrea Hel­ler. Die va­ge auf­schei­nen­de Kri­mi­hand­lung wirkt eher stö­rend in die­ser von Markus Im­bo­den poin­tiert in Sze­ne ge­setz­ten Gro­tes­ke über ei­ne lu­xu­riö­se Vo­r­ort­sied­lung, hin­ter de­ren schö­nem Schein sich ei­ne Mör­der­gru­be auf­tut. Hier wohnt der neu­ro­ti­sche ITSpe­zia­list Nils (Jan Krau­ter). Er hat zwar ei­ni­ge Lei­chen in sei­ner Tief­kühl­tru­he, aber da­bei han­delt es sich „nur“um die ihm ver­hass­ten Hun­de und Kat­zen sei­ner Nach­barn. Der Nach­bar, den er um­ge­bracht ha­ben soll, taucht un­ver­sehrt wie­der auf. Da­für aber spielt der Son­der­ling ge­gen­über dem Frank­fur­ter Er­mitt­ler­duo (Mar­ga­ri­ta Broich, Wolf­ram Koch) den Schutz­be­dürf­ti­gen. Ir­gend­ei­ne fins­te­re Macht trach­tet ihm nach dem Le­ben. Er­mor­det wird er aber von sei­nen Nach­barn im Stil von „Mord im Ori­ent-Ex­press“. Es ist nur ei­ne von vie­len An­spie­lun­gen in die­sem in den De­tails star­ken „Kri­mi“, in dem al­ler­dings weit we­ni­ger Span­nung steckt als in Nils’ Elek­tro­zaun. pe­ko

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