Her­zi­lein trifft in die Her­zen

Bei der Berg­weih­nacht mit Han­sy Vogt sor­gen die Wil­de­cker Herz­bu­ben für Hö­he­punk­te

Pforzheimer Kurier - - KULTUR IN PFORZHEIM -

Am Sams­tag­abend ist der gro­ße Saal im Con­gres­scen­trum nicht ganz so groß wie sonst. Die Em­po­re wur­de mit ei­ner Wand kom­plett ver­schlos­sen. Selbst die we­ni­gen Stuhl­rei­hen vor der Büh­ne wir­ken ein­sam und ver­las­sen. Ge­ra­de ein­mal rund 150 Men­schen sind zur klin­gen­den Berg­weih­nacht mit Han­sy Vogt ge­kom­men.

Die Büh­ne ist mit wei­ßen Weih­nachts­bäu­men ge­schmückt und an der Wand wur­de ei­ne Lein­wand er­rich­tet auf der schnee­be­deck­te Tan­nen und Feu­er­werk zu se­hen ist. Nach der An­kün­di­gung dass ein Ga­la­pro­gramm die Zu­schau­er er­war­te, be­tritt Han­sy Vogt die Büh­ne. Über den Abend ver­teilt wird der Mo­de­ra­tor das Pu­bli­kum ei­nem al­ten Witz nach dem nächs­ten ver­wöh­nen oder mit sei­ner Schwarz­wald­mäd­chen­pup­pe Schen­kel­klop­fer wie „Ist der Mann da vor­ne ein To­re­ro? Der stiert so“un­ter­hal­ten.

Sein per­sön­li­ches Wa­ter­loo dürf­te er je­doch er­lebt ha­ben, als er zu­sam­men mit sei­nen Feld­ber­gern „Ich wünsch mir ei­nen Kuss von dir“singt und da­bei an­kün­digt, dass ei­ne Da­me auf die Büh­ne kom­men und die gan­ze Grup­pe küs­sen dür­fe. „Schau­en wir mal wel­che Da­me sich traut“, ruft er. Nach dem Lied beugt sich ei­ne Frau zu ih­rer Freun­din und sagt ki­chernd: „Er hat kei­ne ge­kriegt.“Da­nach spielt Oli­ver Tho­mas, rou­ti­niert sein Schla­ger­pro­gramm ab und singt da­von, dass Mäd­chen zum lie­ben da sind, die Zeit für Trä­nen vor­bei ist und ein Wahn­sinns Glücks­ge­fühl ihn auf ei­ne Herz­mis­si­on schickt. Ihm folgt Lia­ne. Im Glit­zer­kleid und mit ei­nem di­cken Ring am Mit­tel­fin­ger singt sie da­von, dass sie kei­nen Schmuck und kei­nen Nerz braucht, son­dern nur Son­ne in ih­rem Herz. Doch die­ser Abend hat noch ein be­son­de­res High­light zu bie­ten. Die Wil­de­cker Herz­bu­ben wir­ken an die­sem Abend so fit wie schon lan­ge nicht mehr und lan­den mit „Her­zi­lein“di­rekt in den Her­zen der Fans.

„Der Wolf­gang wird ih­nen nun ei­nen bla­sen. Er hat sein Hörn­chen schon in der Hand“, kün­digt Wilfried Gliem ein Trom­pe­ten­so­lo von Wolf­gang Schwalm an, der sich da­bei kom­plett ver­aus­gabt und da­nach pumpt wie ein Mai­kä­fer. Doch be­reits nach „Jun­ge komm bald wie­der“, ist je­der zo­ti­ge Witz ver­ges­sen, denn eben je­ner Wilfried Gliem prä­sen­tiert ein ge­sang­li­ches High­light, das wohl kaum ei­ner er­war­tet hät­te. Er singt das Lied „I Want To Break Free“von Fred­die Mer­cu­ry wirk­lich her­aus­ra­gend gut. Das Pu­bli­kum hat sich wirk­lich gut amü­siert und hat­te viel Spaß. Die Lie­der wa­ren sau­ber vor­ge­tra­gen und stim­mig ge­sun­gen. Es wur­de ge­schun­kelt, ge­klatscht und viel Ap­plaus ge­spen­det. Die Fans ha­ben ge­nau das be­kom­men ha­ben, wes­halb sie dort wa­ren: Har­mo­nie und ei­ne über­schau­ba­re, hei­le Welt für ei­ni­ge St­un­den. Und das ist schließ­lich das Wich­tigs­te bei ei­ner sol­chen Ver­an­stal­tung. Ron Tee­ger

Foto: Eh­mann

VON EI­NER HEI­LEN WELT san­gen die Wil­de­cker Herz­bu­ben, die zur Berg­weih­nacht mit Han­sy Vogt ins Pforz­hei­mer Con­gres­sCen­trum ge­kom­men wa­ren.

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