Statt­li­cher Baum muss her

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Das war mein denk­wür­digs­tes Weih­nachts­fest ...

Der dienst­äl­tes­te Ge­mein­de­rat von Mühl­acker und Frak­ti­ons­spre­cher der CDU, Gün­ter Bäch­le (66), stellt zur Weih­nachts­zeit auch ein paar all­ge­mei­ne Ge­dan­ken in den Mit­tel­punkt und sieht den „Christ­baum“, der auch un­ter dem Na­men Weih­nachts­baum ge­läu­fig sei, als „äs­the­ti­schen und be­sinn­li­chen Mit­tel­punkt des pri­va­ten Weih­nachts­fes­tes“. Der „auf­ge­putz­te Baum“, der in der La­ge sei, Groß und Klein in „pa­ra­die­si­sche Ent­zü­ckung“zu ver­set­zen, ist, wie Bäch­le weiß, schon 1774 in Jo­hann Wolf­gang von Goe­thes Brief­ro­man „Die Lei­den des Jun­gen Wer­t­her“ein The­ma. „Mei­ne per­sön­li­che Ein­stel­lung zum Baum schwank­te über all die Jah­re. Ich schä­me mich fast, aber 1963, als ich 13 war, kauf­ten wir ein Kunst­stoff­bäum­chen. Nicht ein­mal ei­nen hal­ben Me­ter hoch, war er hand­lich, konn­te mit ei­nem Griff auf ei­nen neu­en Platz ge­scho­ben wer­den, ließ sich zu­dem ganz gut trans­por­tie­ren, und zwar ins Kran­ken­haus Mühl­acker, in dem mein Va­ter zur Weih­nachts­zeit lag. Doch er, der Süd­schwarz­wäl­der, konn­te dem grün­li­chen Plas­teTänn­chen nichts ab­ge­win­nen. Ich weiß nicht, wann wir es in der noch sor­tier­frei­en Zeit in die Müll­ton­ne war­fen, doch seit­dem set­ze ich auf Na­tu­rel­le – das ech­te Bäum­chen aus rich­ti­gem Holz und pie­ken­den Na­deln.“Al­ler­dings hät­ten sich die Vor­lie­ben in punc­to Län­ge ge­än­dert, sagt Gün­ter Bäch­le. „Von 1984 an, mit dem Ein­zug in un­ser neu­es Haus mit im In­ne­ren frei­en Sicht vom Erd­ge­schoss bis un­ter den Dach­gie­bel, konn­te die Tan­ne nicht hoch ge­nug sein.“In­zwi­schen, ge­steht er gern, hät­te er ger­ne „klei­ne­re Aus­ga­ben, die mög­lichst nicht na­deln“. Doch: „Die Fa­mi­lie zieht nicht mit.“Sie wol­le ei­nen statt­li­chen Baum.

Mit Gün­ter Bäch­le sprach Su­san­ne Roth.

DER CHRIST­BAUM ist für Gün­ter Bäch­le Mit­tel­punkt des Fests. Foto: ro

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