Gast­chor sorgt für Be­geis­te­rung

Mon­tan­a­ra-Sän­ger lo­cken Hun­der­te Be­su­cher in Tie­fen­bron­ner Kir­che

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS / WETTER -

Im­mer kurz vor Weih­nach­ten über­rascht der Män­ner­chor „Freund­schaft“in Tie­fen­bronn und holt sich für das Weih­nachts­kon­zert ei­nen be­kann­ten Chor in die Ma­ria-Mag­da­le­nen-Kir­che. In die­sem Jahr war es der Mon­tan­ar­aChor. Er­neut war die Kir­che voll be­setzt.

Am An­fang trat der Män­ner­chor „Freund­schaft“mit drei Lie­dern auf, dann ge­hör­te der Platz vor dem Al­tar den Mon­tan­a­ra-Sän­gern. Na­tür­lich stand auch das Lied „La Mon­tan­a­ra“, das der be­kann­te Chor zu sei­nem Na­men ge­macht hat­te, im Pro­gramm. Von den 16 Sän­gern, die zum Mon­tan­ar­aChor ge­hö­ren, tra­ten zehn in Tie­fen­bronn auf. Je­der mit ei­ner erst­klas­si­gen Stim­me. Der Mon­tan­a­ra-Chor gab sich sei­nen Na­men nach dem be­kann­ten Volks­lied „La Mon­tan­a­ra“. Die­ses Lied aus der Do­lo­mi­ten­re­gi­on aus den fünf­zi­ger Jah­ren war ein gro­ßer Er­folg und ist seit­dem die Er­ken­nungs­me­lo­die des Cho­res.

Der Mon­ta­na-Chor ent­stand aus Sän­gern des Rund­funk­cho­res in Stuttgart. Di­ri­gent in Tie­fen­bronn war Alex­an­der Yu­den­kov. Die Ge­samt­lei­tung hat­te der Chor­lei­ter des Män­ner­cho­res Tie­fen­bronn, Richard Rei­ling.

Michael Kuhn be­geis­ter­te die Be­su­cher zwei­mal an die­sem Abend mit Or­gel­so­los mit „Toc­ca­ta in G-Dur“und „Can­ti­le­ne“. Beim Tie­fen­bron­ner Män­ner­chor war ei­nes der drei vor­ge­tra­ge­nen Lie­der „Lu­lei­se Got­tes­sohn“von Man­fred Büh­ler. In der Ori­gi­nal­fas­sung heißt das Lied „Lu­la­jze, Je­zu­niu“und ist ein pol­ni­sches Weih­nachts­lied, das im 17. Jahr­hun­dert ge­schrie­ben wur­de. Es gibt ver­schie­de­ne deut­sche Über­set­zun­gen, ei­ne da­von ist die vom Män­ner­chor ge­sun­ge­ne Ver­si­on. Der Mon­tan­a­ra-Chor er­öff­ne­te sei­nen Lie­der­rei­gen mit „La Mon­tan­a­ra“von To­ni Or­tel­li (1904–2000). „Das Lied der Ber­ge“, wie der Ti­tel auch ge­nannt wird, ist bis heu­te in 148 Spra­chen über­setzt wor­den. To­ni Or­tel­li war ein ita­lie­ni­scher Al­pi­nist, Di­ri­gent und Kom­po­nist. Ein sehr lang­sa­mes und aus­drucks­star­kes Lied von Franz Schu­bert „Im Abend­rot – O wie schön ist dei­ne Welt“wur­de ver­mut­lich 1824 kom­po­niert.

Noch ein Lied von Schu­bert tru­gen die Gast­sän­ger mit „Ave Ma­ria“vor. Das Stück ba­siert auf dem Ge­dicht „The La­dy of the La­ke“von Wal­ter Scott. Es geht dar­in um das Mäd­chen El­len Dou­glas, der „Fürs­tin des Sees“. Sie ver­steckt sich mit ih­rem Va­ter in ei­ner Höh­le, um der Ra­che des Kö­nigs auf Ro­de­rick Dhu zu ent­ge­hen. In ih­rer Ver­zweif­lung rich­tet sie ein Ge­bet an die Jung­frau Ma­ria und bit­tet sie um Hil­fe. Der Re­frain von „Ave Ma­ria“ist be­liebt als Lied bei Hoch­zei­ten und auch bei Be­er­di­gun­gen.

Zwi­schen den Lied­vor­trä­gen wa­ren die Be­su­cher in der Ma­ria-Mag­da­le­n­enKir­che auf­ge­for­dert, ge­mein­sam mit Or­gel­be­glei­tung „Lo­be den Her­ren“, „Macht hoch die Tür“und ab­schlie­ßend „Stil­le Nacht“zu sin­gen.

Beim nächs­ten Weih­nachts­kon­zert, am 3. De­zem­ber 2017, hat der Tie­fen­bron­ner Män­ner­chor wie­der die „Schwarz­meer Ko­sa­ken“mit Pe­ter Or­loff en­ga­giert. Sie kom­men nicht das ers­te Mal nach Tie­fen­bronn. Heinz Rich­ter

Foto: Rich­ter

ZEHN SÄN­GER des be­kann­ten Mon­tan­a­ra-Chors tra­ten am Sams­tag in der Tie­fen­bron­ner Ma­ria-Mag­da­le­nen-Kir­che auf.

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