„Al­les auf­bie­ten, was wir ha­ben“

Isprin­ger Rin­ger vor schwe­rem Du­ell mit Aa­len

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Pütt­lin­gen/Isprin­gen. Nach­dem die Halb­fi­nal-Teil­nah­me für Rin­ger-Bun­des­li­gist KSV Isprin­gen sich end­gül­tig in tro­cke­nen Tü­chern be­fand, schie­nen die Griff­künst­ler aus dem Kämp­fel­bach­tal bis­wei­len ei­nen Gang her­un­ter ge­schal­tet zu ha­ben. Denn nach der 0:40-Plei­te ge­gen den SVG Wein­gar­ten in der Jahn­hal­le folg­te nun beim KSV Köl­ler­bach mit 6:12 ei­ne neu­er­li­che Nie­der­la­ge, die so un­ab­wend­bar kei­nes­falls er­schien. Zwar muss­ten die Saar­län­der noch­mals al­les in die Waag­scha­le wer­fen, um bei ei­nem Nen­din­ger Aus­rut­scher in Mainz ge­wapp­net zu sein. Doch agier­ten die Isprin­ger in der Pütt­lin­ger Kyll­berg­hal­le zu un­ter­schied­lich in de­ren tak­ti­schen Vor­ge­hen auf der Mat­te, als dass Köl­ler­bach hät­te stol­pern kön­nen.

Ein­zig der er­neut über­ra­gen­de 75-kgF­rei­stil­spe­zia­list Kak­ha­ber Khu­bez­thy bei sei­nem Über­le­gen­heits­er­folg so­wie der Schwe­de Za­ka­ri­as Berg mit dem Coup über den star­ken Jan Fischer sorg­ten für Zähl­ba­res auf dem Isprin­ger Kon­to. Da­ne­ben ent­täusch­te in­des­sen Su­per­schwer­ge­wicht­ler Nick Matu­hin (130 kg, F) trotz der 0:2-Nie­der­la­ge ge­gen den Lo­kal­ma­ta­dor Oleksan­dar Khot­sia­ni­vs­kyi kei­nes­wegs, hat­te der Köl­ler­ba­cher doch bis­lang wäh­rend der Bun­des­li­ga-Rück­run­de aus­schließ­lich 4:0-Er­fol­ge ge­fei­ert.

Dass in den leich­ten Ge­wichts­ka­te­go­ri­en Ibra­him Fal­la­ca­ra (57 kg, G), Mar­cel Ewald (61 kg, F) und Ha­ru­tyuanyan Frun­ze (66 kg, G) die greif­bar na­hen Punkt­sie­ge kurz vor Kamp­fen­de noch flö­ten ging, ließ die Ein­hei­mi­schen dann in die Er­folgs­spur ein­bie­gen – und zeugt wo­mög­lich von nicht all­zu aus­ge­präg­ter Kon­di­ti­ons­stär­ke des Isprin­ger Tri­os.

„Wir woll­ten ge­win­nen, aber zwei, drei Kämp­fer ha­ben nicht ih­re Leis­tungs­stär­ke ab­ge­ru­fen“, zog Rei­chen­bach ein er­nüch­tern­des Re­sü­mee, oh­ne in­des­sen Na­men nen­nen zu wol­len. Oh­ne­hin sind sei­ne Ge­dan­ken und Plä­ne be­reits seit ge­rau­mer Zeit aufs Halb­fi­na­le aus­ge­rich­tet. Mit dem KSV Aa­len er­wisch­ten die Isprin­ger da­bei kei­nes­wegs ein Traum­los. „Ich ha­be mir je­de an­de­re Mann­schaft ge­wünscht, nur nicht Aa­len, das die stärks­te Mann­schaft stellt“, so KSV-Vor­sit­zen­der Wer­ner Koch.

Wäh­rend der Bun­des­li­ga-Ver­bands­run­de setz­ten sich die Ak­teu­re vom Win­ter­rain auf ei­ge­ner Mat­te knapp mit 9:7 ge­gen die Cr­ew von der Ost­alb durch, um in­des­sen aus­wärts ei­ne 4:21-Klat­sche zu be­zie­hen – wo­bei Isprin­gen auf die Aus­tra­gung des Nach­hol­fights im Su­per­schwer­ge­wicht zwi­schen Nick Matu­hin ge­gen Erik Thie­le ver­zich­tet hat­te und vier Zäh­ler kampf­los ab­gab.

Isprin­gens Boss Koch er­blickt im Halb­fi­na­le ei­nen klei­nen Vor­teil für sei­ne Cr­ew da­rin, dass das Kampf­ge­richt dann aus ei­nem Trio be­steht und er denn ei­ne grö­ße­re Por­ti­on an Neu­tra­li­tät als bis­her er­war­tet. „Wir müs­sen per­so­nell jetzt al­les auf­bie­ten, was wir ha­ben“, stellt Koch in Aus­sicht. Vor hei­mi­scher Ku­lis­se könn­te sei­ne Equi­pe am zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag (17 Uhr) in der Pforz­hei­mer Jahn­hal­le nach sei­ner Ver­mu­tung gar ei­nen knap­pen Sieg da­von­tra­gen. Doch in der Are­na Ho­hen­lo­he in Ils­hofen wird’s bei der zwei­ten Auf­la­ge am 30. De­zem­ber (20.30 Uhr) ge­gen den deut­schen Alt­meis­ter für den KSV Isprin­gen dann ver­dammt schwer wer­den, ei­nen Coup zu lan­den. Ger­not Ot­to

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