Was­ser­stoff­gas ver­sprö­det Me­tal­le

Pforzheimer Kurier - - WISSENSCHAFT -

Karls­ru­he (BNN). Was­ser­stoff gilt als ein viel­ver­spre­chen­der che­mi­scher Spei­cher von über­schüs­si­gem Wind­und Son­nen­strom. Al­ler­dings lässt sich da­für die be­reits vor­han­de­ne Gas-In­fra­struk­tur, et­wa das über­re­gio­na­le Erd­gas­netz, nicht im­mer wirt­schaft­lich nut­zen. Was­ser­stoff­gas ver­sprö­det Me­tal­le lang­fris­tig und ver­ur­sacht so ho­he War­tungs­kos­ten bei Lei­tun­gen, Ven­ti­len und Tanks. For­scher des KIT und chi­ne­si­sche Part­ner ha­ben den bis­lang im De­tail noch rät­sel­haf­ten Ver­sprödungs­me­cha­nis­mus un­ter die Lu­pe ge­nom­men. Bei der In­ter­ak­ti­on von Was­ser­stoff­gas mit Alu­mi­ni­um neh­men Was­ser­stoff­ato­me be­vor­zugt Plät­ze ne­ben ato­ma­ren Leer­stel­len des Alu­mi­ni­um­git­ters ein und bil­den so­ge­nann­te Was­ser­stoff-Leer­stel­len-Kom­ple­xe. Die­se wir­ken dann als Hin­der­nis­se für die plas­ti­sche Ver­for­mung und die­nen qua­si als Kon­den­sa­ti­ons­keim an dem sich mi­kro­sko­pi­sche Git­ter­de­fek­te zu ma­kro­sko­pi­schen Ris­sen und Bla­sen ver­bin­den.

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