Wie ein Chor aus En­geln

St. Fran­cis Sin­gers la­den zu er­ha­be­nen und hei­te­ren Lie­dern

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Zwei mit elek­tri­schen Ker­zen ge­schmück­te Weih­nachts­bäu­me tau­chen am Sonn­tag­abend zu­sam­men mit den vier ech­ten Ker­zen des Ad­vents­kran­zes, der über dem Al­tar hängt den Kir­chen­raum der St. Fran­zis­kus-Kir­che in ein fest­li­ches Licht. Die St. Fran­cis Sin­gers un­ter der Lei­tung von Diethard Ste­phan Haupt ha­ben zu ih­rem all­jähr­li­chen Ad­vents­kon­zert ge­la­den.

Mit „Sui­te“von Cou­pe­r­in er­öff­nen der Hor­nist Lo­renz Pas­dzi­er­ny von der Ba­di­schen Phil­har­mo­nie und Diethard Ste­phan Haupt an der Or­gel den Abend. Das Horn er­gänzt sich hier­bei wun­der­bar mit der un­glaub­li­chen Klang­fül­le der rie­si­gen Or­gel.

Die Akus­tik im Kir­chen­schiff der St. Fran­ziksus-Kir­che ist ein­fach phä­no­me­nal. Der Zu­hö­rer hat das Ge­fühl, mit­ten in ei­nem Orches­ter zu sit­zen, das um ihn her­um spielt. Nun sind die St. Fran­cis Sin­gers an der Rei­he. Die acht Her­ren und 13 Da­men ha­ben sich auf der Em­po­re ver­sam­melt und wer­den von Diethard Ste­phan Haupt an der Or­gel be­glei­tet.

Wie ein Chor aus En­geln, er­he­ben sich die Stim­men bei „Ju­bi­la­te Deo“und schwe­ben hin­ab zu den Men­schen im Kir­chen­saal. Gu­te Mu­sik er­reicht nicht nur Herz, son­dern auch Hirn. So auch bei „Ave Ma­ria“von Ros­si­ni.

Vor dem geis­ti­gen Au­gen ent­ste­hen Bil­der von schnee­be­deck­ten Wie­sen und Bäu­men. Ein Pfer­de­schlit­ten glei­tet sanft den Weg ent­lang. Über­all in den Fens­tern der Häu­ser bren­nen Ker­zen. Es ist die­ser Mo­ment kurz vor der Be­sche­rung, den man als Kind noch sehr in­ten­siv fühlt. Die­se plötz­lich ein­tre­ten­de Ru­he und Be­sinn­lich­keit.

Die Vor­freu­de und die Auf­re­gung ste­hen für ei­nen Mo­ment still und man ge­nießt es, die­sen Mo­ment noch et­was hin­aus­zu­zö­gern. Je­des Lied trans­por­tiert bei je­dem Zu­hö­rer ganz ei­ge­ne Er­in­ne­run­gen und Ge­füh­le.

Das groß­ar­tig ge­sun­ge­ne „A Cla­re Be­ne­dic­tion“wirkt be­ru­hi­gend und ro­man­tisch. Wie in ei­nem Weih­nachts­film, wenn die Haupt­dar­stel­ler er­ken­nen, dass sie sich trotz al­ler Dif­fe­ren­zen lie­ben und zu­ein­an­der fin­den. Ein Lied das die See­le packt.

So rei­hen sich er­ha­be­ne Lie­der an hei­te­re oder lo­cke­re, die an Schlitt­schuh­lau­fen auf ei­nem win­ter­li­chen See er­in­nern. Nach­dem dann wie­der Horn und Or­gel mit zahl­rei­chen er­ha­be­nen, be­sinn­li­chen und auch nach­denk­lich ma­chen­den Stü­cken die Zu­hö­rer ge­fan­gen ge­nom­men ha­ben, tre­ten die St. Fan­cis Sin­gers zum zwei­ten Mal an die­sem Abend auf.

Die­ses mal ha­ben sie sich vor dem Al­tar auf­ge­stellt und prä­sen­tie­ren vom Pia­no be­glei­tet Lie­der wie „A Cel­tic Christ­mas“oder „Rag­time Ca­rol“. Am En­de des Kon­zerts in der Fran­zis­kusKir­che ho­no­riert das Pu­bli­kum die­sen sehr stim­mungs­vol­len und schö­nen Abend mit ei­nem mi­nu­ten­lan­gen Ap­plaus, der dem Chor schließ­lich noch zwei Zu­ga­ben ent­lockt. Ron Tee­ger

Mi­nu­ten­lan­ger Ap­plaus für stim­mungs­vol­les Kon­zert

IN DER STIM­MUNGS­VOLL GE­SCHMÜCK­TEN St. Fran­zis­kus-Kir­che ga­ben die St. Fran­cis Sin­gers ein Ad­vents­kon­zert mit hei­te­ren wie be­sinn­li­chen Lie­dern. Fo­to: Tee­ger

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