„Ho­he Be­deu­tung fürs Kli­ma“

Heiz­kraft­werk Pforz­heim legt Emis­si­ons­be­richt für 2015 vor

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – Der Emis­si­ons­be­richt des Heiz­kraft­werks Pforz­heim für 2015 liegt vor. Er be­stä­tigt nach Un­ter­neh­mens­dar­stel­lung mit her­vor­ra­gen­den Wer­ten die Be­deu­tung des HKW für Kli­ma- und Um­welt­schutz in Pforz­heim. Bei hö­he­rem Wär­me­ab­satz als im Vor­jahr sei­en die Grenz­wer­te für Emis­sio­nen wie­der­um teil­wei­se deut­lich un­ter­schrit­ten wor­den.

„Gera­de die alar­mie­ren­den Fe­in­staub­wer­te in an­de­ren Städ­ten zei­gen die Be­deu­tung der Emis­sio­nen für un­ser Stadt­kli­ma“, er­läu­tert Ers­ter Bür­ger­meis­ter Dirk Bü­scher als Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der der Heiz­kraft­werk Pforz­heim Gm­bH (HKW). Das Un­ter­neh­men ver­weist auf den 19. Ja­nu­ar die­sen Jah­res. Wäh­rend in Stutt­gart da­mals bei sehr un­güns­ti­gen Wit­te­rungs­be­din­gun­gen 141 Mi­kro­gramm Fe­in­staub pro Ku­bik­me­ter Luft ge­mes­sen wor­den sei­en, ha­be in Pforz­heim der Wert bei 46 Mi­kro­gramm pro Ku­bik­me­ter ge­le­gen. Der Grenz­wert lie­ge bei 50 Mi­kro­gramm. „Fe­in­staub ent­steht durch zu viel Emis­sio­nen aus Fahr­zeu­gen und Feue­rungs­an­la­gen“, in­for­miert HWKGe­schäfts­füh­rer Mar­tin Seitz.

Der Ab­satz von Fern­wär­me er­höh­te sich 2015 auf 304 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den. Im Vor­jahr wur­den 276 Mil­lio­nen ver­kauft. Da die An­schluss­leis­tung in et­wa sta­bil ge­blie­ben sei, füh­ren die HKW-Ver­ant­wort­li­chen den hö­he­ren Ab­satz auf die Wit­te­rung zu­rück. Der aus­schließ­lich mit Alt­holz be­feu­ert Bio­mas­se­block er­zeu­ge mit rund 141 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den et­wa die Hälf­te des Pforz­hei­mer Fern­wär­me­be­darfs von 304 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den pro Jahr. Der Bio­mas­se­block sorgt zu­dem in den Som­mer­mo­na­ten da­für, dass die be­nö­tig­te Fern­wär­me aus­schließ­lich re­ge­ne­ra­tiv er­zeugt wird.

Der Ein­satz von Bio­mas­se als CO2-neu­tra­ler Brenn­stoff die­ne dem Kli­ma­schutz.

Gleich­zei­tig be­gren­ze das mehr­stu­fi­ge Rauch­gas­rei­ni­gungs­sys­tem die zu über­wa­chen­den Luft­schad­stof­fe auf äu­ßerst nied­ri­ge Wer­te: Beim Ge­samt­staub bei­spiels­wei­se lie­ge der Jah­res­mit­tel­wert im Rauch­gas des Bi­oHKW mit 0,07 Mil­li­gramm pro Ku­bik­me­ter fast 150-mal nied­ri­ger als der Grenz­wert von zehn Mil­li­gramm pro Ku­bik­me­ter. Vie­le Luft­schad­stof­fe sei­en so­gar un­ter die­ser Nach­weis­gren­ze ge­le­gen.

Der Wir­bel­schicht­block er­zeugt bei Be­trieb Strom und die Grund­last an Fern­wär­me. We­gen nied­ri­ger Stromer­lö­se und der da­mit ein­her­ge­hen­den man­geln­den Wirt­schaft­lich­keit wur­de die­ser An­la­gen­teil in der Som­mer­pe­ri­ode (En­de Mai bis An­fang Ok­to­ber) ab­ge­stellt. In die­ser Zeit fand auch die An­la­gen­re­vi­si­on statt. Bei grö­ße­rem Wär­me­be­darf im Win­ter fährt der Wir­bel­schicht­block un­ter Voll­last.

Er­gän­zend zu rund 38 700 Ton­nen Koh­le wur­den im Wir­bel­schicht­block des HKW Pforz­heim im Jahr 2015 et­wa 9 700 Ton­nen Er­satz­brenn­stof­fe mit­ver­feu­ert. Die­se Er­satz­brenn­stof­fe wer­den aus bio­ge­nen Sied­lungs­ab­fäl­len und aus auf­be­rei­te­ten, pro­duk­ti­ons­spe­zi­fi­schen Ge­wer­be­ab­fäl­len ge­won­nen. Da­mit spart das HKW in er­heb­li­chem Maß fos­si­le Ener­gie­trä­ger ein und re­du­ziert da­durch die CO2-Emis­sio­nen.

Auch im Wir­bel­schicht­block sor­ge ein aus­ge­zeich­ne­tes Rauch­gas­rei­ni­gungs­sys­tem für op­ti­ma­le Emis­si­ons­wer­te. Al­le Grenz­wer­te sei­en im Nor­mal­be­trieb deut­lich un­ter­schrit­ten wor­den. Be­son­ders nied­rig sei­en auch hier die Wer­te beim Ge­samt­staub ge­we­sen. Beim Qu­eck­sil­ber lie­ge der Emis­si­ons­wert fast 1 000 Mal nied­ri­ger als der Grenz­wert.

DURCH WÄR­ME vom Heiz­kraft­werk fal­len ver­gli­chen mit an­de­ren Hei­zar­ten re­la­tiv ge­rin­ge Schad­stoff­men­gen an. Fo­to: Ar­chiv PK

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