Licht als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel

Hoch­schul­do­zent Blan­ken­bach ar­bei­tet an LED-Pro­duk­ten für Ein­satz in Fahr­zeu­gen

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – Selbst­fah­ren­de Fahr­zeu­ge sind oh­ne ent­spre­chen­de In­for­ma­ti­ons- und Warn­sys­te­me nicht mög­lich. An­ge­sichts die­ser Ent­wick­lung spielt auch die Be­leuch­tung im Fahr­zeu­gin­ne­ren ei­ne im­mer stär­ke­re Rol­le. Als Ver­tre­ter der Hoch­schu­le Pforz­heim ar­bei­tet Karl­heinz Blan­ken­bach bei der In­dus­trie­al­li­anz ISELED an der Ent­wick­lung und Um­set­zung von LED-Pro­duk­ten für den Ein­satz im Fahr­zeug, teilt die Hoch­schu­le mit. 2017 soll ei­ne neue di­gi­ta­le LED-Platt­form den Au­to­mo­bil­markt re­vo­lu­tio­nie­ren.

LED steht für „Licht emit­tie­ren­de Di­ode“. Seit ih­rer Er­fin­dung 1962 wur­de die Leucht­di­ode, die elek­tri­sche Energie in Licht um­wan­delt, wei­ter­ent­wi­ckelt. Dien­te sie zu­erst als Leucht­an­zei­ge und zur Si­gnal­über­tra­gung, ist sie heu­te als Leucht­mit­tel aus dem All­tag nicht mehr weg­zu­den­ken. Fra­gen wer­fen aber nach wie vor ei­ne stan­dar­di­sier­te Qua­li­tät des Lichts so­wie die An­steue­rung der LEDs auf. Bis­her konn­te ei­ne Farb­kon­stanz bei LED-Licht nicht ga­ran­tiert wer­den und je­de Lam­pe muss­te ein­zeln an­ge­steu­ert wer­den, was bei ver­mehr­tem Ein­satz teu­er wird. Fahr­zeug­lo­gos, die auf den Bo­den pro­ji­ziert wer­den, ei­ne Licht­ge­stal­tung im De­cken­be­reich oder auch cha­rak­te­ris­ti­sche Lichtan­ord­nun­gen, die die Mar­ke sym­bo­li­sie­ren – die Au­to­mo­bil­her­stel­ler ha­ben die Gestal­tung des In­nen­raums ent­deckt. Ge­ra­de im hoch­wer­ti­gen Au­to­bau nimmt der Trend zur Licht­ge­stal­tung zu. Da­bei steht ne­ben Si­cher­heits­as­pek­ten auch die Mar­ken­wie­der­er­ken­nung im Fo­kus. Für die­se Aus­ge­stal­tung ist der ver­mehr­te Ein­satz von LEDs nö­tig. „Bis­her sind LEDs nur im ver­gleichs­wei­se klei­nen Rah­men ver­ar­bei­tet – zwi­schen 40 und 100 Lam­pen“, Blan­ken­bach. „Das wird sich dras­tisch aus­wei­ten.“

So­bald die Tech­nik aus­ge­reift ist, kön­nen LEDs auch als Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel im In­nen- und Au­ßen­be­reich ein­ge­setzt wer­den. Si­gna­le an Fuß­gän­ger oder die Ein­spie­lung von Nach­rich­ten auf die In­nen­schei­ben wä­ren dann kein Pro­blem mehr. Das neue Kon­zept ISELED soll Kos­ten und Auf­wand für die An­steue­rung von Leucht­di­oden dras­tisch sen­ken. Blan­ken­bach, der aka­de­mi­sche Lei­ter des Dis­play­la­bors an der Hoch­schu­le Pforz­heim, war maß­geb­lich am Bau des „theo­re­ti­schen Grund­ge­rüsts“für die neue Tech­nik be­tei­ligt. Der An­wen­der er­hal­te ei­ne di­gi­ta­le LED, die er ein­zeln adres­sie­ren kön­ne. Pro­zess­streu­un­gen und Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de im Fahr­zeug neh­men kei­nen Ein­fluss mehr auf die Far­be der LEDs. In je­de Lam­pe wird einChip in­te­griert, so dass die in­di­vi­du­el­le di­rek­te Ein­bin­dung mög­lich ist. Die LED kön­nen zu kom­ple­xen Sys­te­men ver­netzt wer­den.

KARL­HEINZ BLAN­KEN­BACH lei­tet an der Hoch­schu­le das Dis­play­la­bor. Foto: PK

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