„Lan­ge­wei­le stei­gert das Ge­walt­po­ten­zi­al“

ProWest mit viel­sei­ti­gem Fe­ri­en­pro­gramm

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Phil­ipp Rohn

Zum neun­ten Mal bie­tet das Ge­walt­prä­ven­ti­ons­pro­jekt ProWest ein kos­ten­lo­ses Aktionsprogramm in den Weih­nachts­fe­ri­en an. Kin­der und Ju­gend­li­che aus der West­stadt kön­nen da­bei un­ter an­de­rem Kart­fah­ren ge­hen, Bur­ger­bra­ten ler­nen oder ge­mein­sam das Stadt­mu­se­um be­su­chen. Un­ter­stützt wird das Pro­jekt des Dia­ko­ni­schen Werks und des Po­li­zei­prä­si­di­ums Karls­ru­he in die­sem Jahr von der Mo­bi­len Ju­gend­ar­beit (MJA) West, dem Haus der Ju­gend und dem Sport­kreis Pforz­heim.

„Be­son­ders Kin­der aus Fa­mi­li­en, in de­nen kein Weih­nachts­fest ge­fei­ert wird, er­le­ben die Fe­ri­en oft als sehr lang­wei­lig“, sag­te Pro­jekt­lei­te­rin Eva Schrö­der. „Und Lan­ge­wei­le zu­sam­men mit Per­spek­tiv­lo­sig­keit stei­gert das Ge­walt­po­ten­zi­al un­ter ih­nen.“Die haupt­amt­li­che Lei­te­rin des Lu­kas-Zen­trums in der Ma­xi­mi­li­an­stra­ße möch­te aber nicht nur die Ju­gend­kri­mi­na­li­tät sen­ken, son­dern auch für ein Wir-Ge­fühl in ih­rem Vier­tel sor­gen.

In der West­stadt sei die Kin­der­ar­muts­quo­te mit 42,4 Pro­zent die zweit­höchs­te der Stadt. Noch hö­her ist sie nur in der Au mit 44,6 Pro­zent, mit 34,2 Pro­zent folgt die Ost­stadt. Das ab­wechs­lungs­rei­che Fe­ri­en­pro­gramm soll den Kin­dern auch Be­schäf­ti­gun­gen er­mög­li­chen, die sie sich sonst vi­el­leicht gar nicht leis­ten könn­ten.

„Es ist wich­tig ei­nen gu­ten Kon­takt zu den Kin­dern und Ju­gend­li­chen im Vier­tel her­zu­stel­len“, fin­det Street­wor­ker Cle­mens Bei­sel von der MJA West. Schon mit we­nig fi­nan­zi­el­lem Auf­wand lie­ßen sich tol­le Events or­ga­ni­sie­ren, bei de­nen man sich ge­gen­sei­tig ken­nen ler­nen kann. Ge­mein­sam mit To­bi­as Mül­ler vom Sport­kreis plant Bei­sel das West­cup Fuß­ball­tur­nier in der Os­ter­feld­hal­le, das am 3. Ja­nu­ar Teil des Win­ter­pro­gramms ist. Au­ßer­dem ste­hen ein HipHop-Work­shop, ein Ki­no­be­such, ein Sport­tag mit Bub­b­le Soc­cer und der Schutz­en­gel-Work­shop der Po­li­zei auf dem Plan. Bei man­chen An­ge­bo­ten sei die Teil­neh­mer­zahl be­grenzt, wes­we­gen man sich vor­her an­mel­den müs­se. Die acht Termine ori­en­tier­ten sich an den Be­dürf­nis­sen im Stadt­teil.

Aus­schlag­ge­bend für die Grün­dung von ProWest sei im Jahr 2008 ei­ne Wel­le von Ju­gend­straf­ta­ten ge­we­sen. Heu­te sei das Ziel ver­netz­te Ge­walt­prä­ven­ti­on. Durch Ver­bes­se­rung der An­ge­bo­te für Kin­der und Ju­gend­li­che, die Ver­mitt­lung so­zia­ler Kom­pe­ten­zen und Wer­te, so­wie die In­te­gra­ti­ons­ar­beit im Stadt­teil wür­den die Ur­sa­chen für Kri­mi­na­li­tät und Ge­walt be­kämpft, so Schrö­der.

Fi­nan­ziert wird ProWest über den Ver­ein „Si­che­res Pforz­heim – Si­che­rer Enz­kreis“.

West­stadt hat zweit­höchs­te Kin­der­ar­muts­quo­te

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