Ei­ne And­acht und Zeit zum Re­den

Dia­ko­nie ge­stal­tet den of­fe­nen Hei­li­gen Abend mit neu­em Kon­zept

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM / WIRTSCHAFTSREGION -

Mit „of­fe­ner Abend“ist der „of­fe­ne Hei­lig-Abend“ge­meint, und den wird die Dia­ko­nie Pforz­heim auch wei­ter­hin an­bie­ten. „Das gibt es be­stimmt seit über 20 Jah­ren und mei­nes Wis­sens sind wir die ein­zi­ge Ein­rich­tung, die so et­was macht“, sagt Ge­schäfts­füh­re­rin Sa­bi­ne Jost.

Doch in die­sem Jahr wird sich die Ver­an­stal­tung in „über­dach­ter“Ver­si­on prä­sen­tie­ren. Kaf­fee und Ku­chen ent­fällt, da­für wird es ab 16 Uhr (Ein­lass: 15.30 Uhr) im Herr­mann-MaasHaus statt ei­ner recht kur­zen ei­ne rich­tig gro­ße And­acht ge­ben und ab 17 Uhr ein Abend­es­sen.

Das wie­der­um mit Nach­tisch, weil ja der Ku­chen ent­fällt. Be­sche­rung ist na­tür­lich wei­ter­hin – für die Er­wach­se­nen und die Kin­der. Bis­her lief al­les ne­ben­her und ir­gend­wie gleich­zei­tig: Die Be­wir­tung durch die 30 bis 35 eh­ren­amt­li­chen Hel­fer, die Vor­füh­run­gen auf der Büh­ne, und die Ge­sprä­che der im Durch­schnitt 200 Gäs­te, die vor al­lem auch des­halb zum „of­fe­nen Abend“am 24. De­zem­ber sto­ßen, um nicht al­lein sein zu müs­sen. „Rent­ner, aber auch Al­lein­er­zie­hen­de, aber über­wie­gend äl­te­re Men­schen“, sagt Sa­bi­ne Jost. Mehr Ru­he rein­brin­gen, weg mit den lan­gen Sitz­rei­hen.

„Da wa­ren ein­fach kei­ne rich­ti­gen Ge­sprä­che mehr mög­lich, mehr als Be­wir­ten gab es ei­gent­lich kaum. Be­sche­rung noch und dann ging es nach Hau­se.“Das mach­te die Eh­ren­amt­li­chen un­zu­frie­den, das ge­fiel den Be­su­chern nicht. Ei­ni­ge äl­te­re Gäs­te hät­ten sich zu­dem et­was Weih­nacht­li­che­res ge­wünscht – „als ob sie zu Hau­se mit Freun­den fei­ern wür­den“.

Das wer­den sie zwar nicht, aber im­mer­hin kom­men nun am Sams­tag De­ka­nin Chris­tia­ne Quincke und Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger samt Mu­si­ker Lú Tho­me, um ge­mein­sam ab 16 Uhr ei­ne Weih­nachtsan­d­acht mit den Gäs­ten zu ze­le­brie­ren. Und die Be­su­cher wer­den an Tisch­grup­pen sit­zen. „Da sind je­weils zwei Pa­ten für ei­nen Tisch zu­stän­dig“, sagt Sa­bi­ne Jost.

„Das geht vom Aus-dem-Man­tel-hel­fen bis zum Ge­trän­ke an­bie­ten“, er­gänzt ih­re As­sis­ten­tin Anet­te Her­rRief­le.

Und na­tür­lich geht es auch dar­um, sich zu un­ter­hal­ten. „Für vie­le gibt es ein Wie­der­se­hen, man­che kom­men je­des Jahr“, weiß Sa­bi­ne Jost, für die es selbst seit Jah­ren Usus ist, mit der gan­zen Fa­mi­lie teil­zu­neh­men.

Un­ter den Eh­ren­amt­li­chen wird dies­mal auch ei­ne Fa­mi­lie aus Bre­men sein. „Die ha­ben sich ge­mel­det, weil sie je­man­den be­su­chen in Pforz­heim und sich da­vor noch für ei­ne gu­te Sa­che ein­brin­gen wol­len“, er­zählt Anet­te Herr-Rief­le. Su­san­ne Roth

Zwei Pa­ten für je­den Tisch

Archivfoto: Fix

STATT KAF­FEE UND KU­CHEN gibt es an Hei­lig­abend im Her­mann-Maas-Haus dies­mal ein Abend­es­sen, ei­ne lan­ge And­acht und viel Zeit zum Gespräch, denn vie­le Be­su­cher kom­men auch, weil sie sich ein­sam füh­len.

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