Neue Be­stat­tungs­for­men sind ge­fragt

Kämp­fel­ba­cher Ge­mein­de­rat und Bür­ger in­for­mier­ten sich auf dem Bil­fin­ger Fried­hof

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Kämp­fel­bach (ms). Die Nach­fra­ge aus der Be­völ­ke­rung nach neu­en Be­stat­tungs­mög­lich­kei­ten war für den Ge­mein­de­rat Kämp­fel­bach An­lass, zu­sam­men mit in­ter­es­sier­ten Bür­gen den Bil­fin­ger Fried­hof zu be­sich­ti­gen.

Ers­ter Be­sich­ti­gungs­ort war der kürz­lich fer­tig­ge­stell­te, von Gar­ten- und Land­schafts­ar­chi­tekt Eti­en­ne Cap­po­en ge­plan­te, Ur­nen­hof II, der ein grö­ße­res Ur­nen­grab­feld ab­schließt. Auf dem vom Ge­mein­de­bau­hof er­stell­ten Fun­da­ment wur­den für knapp 60 000 Eu­ro 48 Ur­nen­wand-Kam­mern in zwei ein­an­der recht­wink­lig zu­ge­wand­ten Ur­nen­wän­den auf­ge­baut.

Wie Jür­gen Si­mon vom Fried­hofs­amt sag­te, war drin­gen­der Be­darf ge­ge­ben, da der ers­te Ur­nen­hof aus dem Jahr 2005 be­reits be­legt ist. Bür­ger­meis­ter Udo Klei­ner be­rich­te­te, dass meh­re­re An­re­gun­gen von Bür­gern zu künf­ti­gen Be­stat­tungs­for­men ein­ge­gan­gen sind. Es be­ste­he der Wunsch nach der Schaf­fung von Ra­sen­grä­bern für Sarg­be­stat­tun­gen oder von gärt­ner­ge­pfleg­ten Grab­an­la­gen für Sarg- und Ur­nen­be­stat­tun­gen. Wer sich um die Pfle­ge ih­rer Grä­ber küm­mert, wenn An­ge­hö­ri­ge nicht vor­han­den sind oder wei­ter weg woh­nen – die­se Fra­ge be­schäf­ti­ge die äl­te­ren Mit­bür­ger. Auch ak­zep­ta­ble Gr­ab­pfle­ge­kos­ten sind ih­nen ein An­lie­gen, sag­te Klei­ner. Wie be­reits in Er­sin­gen fer­tig ge­plant, könn­te auch auf dem Bil­fin­ger Fried­hof in Zu­sam­men­ar­beit mit der Ge­nos­sen­schaft Ba­di­scher Fried­hofs­gärt­ner ein gärt­ne­risch ge­pfleg­tes Gr­ab­feld an­ge­legt wer­den. Der ge­eig­ne­te Stand­ort im Fried­hofs­teil nörd­lich der als Fried­hofs­ka­pel­le ge­nutz­ten Jo­han­nes-Kir­che wur­de eben­falls be­sich­tigt. Chris­tof Hil­li­gardt, Fried­hofs­gärt­ner und Auf­sichts­rats­mit­glied bei der Ge­nos­sen­schaft, er­läu­ter­te da­bei die Vor­pla­nung mit 50 Ur­nen­grä­bern, zwölf Ur­nen­ge­mein­schafts­grä­bern und zwölf Grä­bern für die Erd­be­stat­tung.

Ein ge­schwun­ge­ne Weg­an­la­ge und ein zen­tra­ler Baum wür­de die An­la­ge struk­tu­rie­ren. Die­se Pla­nungs­idee ge­fiel al­len An­we­sen­den. Et­was nörd­lich da­von wur­de beim Orts­ter­min ein noch lee­res Gr­ab­feld für gut be­fun­den, um dort dem Bür­ger­wunsch nach Ra­sen­grä­bern ent­spre­chen zu kön­nen. Al­ler­dings wie­sen Bür­ger­meis­ter Klei­ner und Chris­tof Hil­li­gardt dar­auf hin, dass die Pfle­ge ei­ner Ra­sen­grab­an­la­ge er­fah­rungs­ge­mäß kos­ten­auf­wen­dig sei und in die ent­spre­chen­den Fried­hofs­ge­büh­ren ein­ge­rech­net wer­den müs­sen. Der Ge­mein­de­rat wird sich bei den an­ste­hen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen über die beim Vor-Or­tTer­min vor­ge­stell­ten Mög­lich­kei­ten be­ra­ten und ent­schei­den.

Gärt­ne­risch ge­pfleg­tes Gr­ab­feld ge­plant

IN DER NEU­EN URNENWANDANLAGE (im Hin­ter­grund) kön­nen 48 Ur­nen be­stat­tet wer­den. Im Vor­der­grund ein neue­res tra­di­tio­nel­les Ur­nen­grab­feld. Foto: Man­fred Schott

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