Ei­ni­gung auf Ver­fah­ren zur End­la­ger-Su­che

Öf­fent­lich­keit soll stär­ker be­tei­ligt wer­den

Pforzheimer Kurier - - POLITIK - UM­WELT­MI­NIS­TE­RIN Bar­ba­ra Hend­ricks. Foto: dpa

Ber­lin (dpa). Das Bun­des­ka­bi­nett hat sich auf ein Ver­fah­ren für die schwie­ri­ge Su­che nach ei­nem End­la­ger für hoch ra­dio­ak­ti­ven Atom­müll ge­ei­nigt. Bis 2031 soll in Deutsch­land ein Ort ge­fun­den wer­den, an dem der strah­len­de Ab­fall ei­ne Mil­lio­nen Jah­re lang so si­cher wie mög­lich la­gern kann. Der Ge­setz­ent­wurf, auf den sich die Bun­des­re­gie­rung ges­tern in Ber­lin ei­nig­te, wird den Frak­tio­nen des Bun­des­tags als For­mu­lie­rungs­hil­fe vor­ge­legt. Sie sol­len das Ge­setz früh im kom­men­den Jahr in den Bun­des­tag ein­brin­gen.

Vor­schlä­ge da­für hat­te ei­ne Kom­mis­si­on er­ar­bei­tet, an der Ver­tre­ter al­ler Par­tei­en im Bun­des­tag, Wirt­schafts­ver­tre­ter, Um­welt­schüt­zer und Wis­sen­schaft­ler be­tei­ligt wa­ren. „Mit die­sem Ge­setz­ent­wurf zie­hen wir end­gül­tig ei­nen Schluss­strich un­ter die al­te Me­tho­de End­la­ger“, sag­te Um­welt­mi­nis­te­rin Bar­ba­ra Hend­ricks (SPD). Nach lan­gem Streit hat­te der Bund die End­la­ger-Su­che 2013 neu ge­star­tet. Ei­ner der größ­ten Streit­punk­te war stets der Salz­stock Gor­le­ben. Nicht nur An­ti-Atom-Ak­ti­vis­ten in Nie­der­sach­sen woll­ten ihn gern im Vor­aus aus dem Ren­nen neh­men. Es wird aber kei­ne Gor­le­ben-Aus­nah­me ge­ben: Ei­ne „wei­ße Land­kar­te“ge­hört zu den Grund­sät­zen der End­la­ger-Su­che. Da­mit es nicht wie­der Är­ger wie um Gor­le­ben gibt, soll dies­mal die Öf­fent­lich­keit von An­fang an be­tei­ligt wer­den. Da­zu ge­hört, dass das Bun­des­amt für kern­tech­ni­sche Ent­sor­gungs­si­cher­heit on­li­ne die wich­ti­gen Do­ku­men­te zu­gäng­lich macht.

Ka­ri­ka­tur: Fel­my

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