EuGH tritt auf die Brem­se

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Lu­xem­burg (AFP). Der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EuGH) hat die auch in Deutsch­land prak­ti­zier­te an­lass­lo­se Spei­che­rung von Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten in der Eu­ro­päi­schen Uni­on ge­kippt. Die­se Vor­rats­da­ten­spei­che­rung las­se „sehr ge­naue Schlüs­se auf das Pri­vat­le­ben“der Men­schen zu und ver­let­ze so­mit das Grund­recht auf Ach­tung des Pri­vat­le­bens, ur­teil­te der EuGH in ei­nem ges­tern in Lu­xem­burg ver­kün­de­ten

Ur­teil zu Da­ten­spei­che­rung

Ur­teil. Aus­nah­men sind dem­nach in kon­kre­ten Fäl­len zur Be­kämp­fung schwe­rer Straf­ta­ten wei­ter mög­lich. Da­mit dürf­te auch Deutsch­land sein Ge­setz zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ein wei­te­res Mal über­ar­bei­ten müs­sen.

Es schreibt vor, dass Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men al­le Te­le­fonund In­ter­net­ver­bin­dungs­da­ten ih­rer Kun­den zehn Wo­chen lang spei­chern, da­nach müs­sen sie wie­der ge­löscht wer­den. Ge­spei­chert wer­den Ruf­num­mern der be­tei­lig­ten An­schlüs­se, Zeit­punkt und Dau­er der An­ru­fe so­wie IP-Adres­sen von Com­pu­tern. E-Mails sind aus­ge­nom­men, eben­so die In­hal­te der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Für Stand­ort­da­ten, die bei Han­dy-Ge­sprä­chen an­fal­len, ist ei­ne ver­kürz­te Spei­cher­frist von vier Wo­chen vor­ge­se­hen.

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