Han­del setzt auch auf Flücht­lin­ge

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Ulm/Stutt­gart (dpa/lsw). Ei­nen Flücht­ling ein­zu­stel­len, ist aus Sicht des Han­dels­ver­bands noch im­mer schwie­rig. „Der Be­darf ist da, aber es fehlt ein trans­pa­ren­tes um­fas­sen­des Ver­mitt­lungs­sys­tem“, sag­te der Prä­si­dent des Han­dels­ver­bands, Her­mann Hut­ter, in Ulm. „Vor al­lem der Le­bens­mit­tel-Ein­zel­han­del hat Be­darf an Per­so­nal mit ver­gleichs­wei­se ge­rin­gen Ein­stiegs­qua­li­fi­ka­tio­nen.“Vie­len Händ­lern feh­le aber der­zeit noch das kon­kre­te An­ge­bot an ent­spre­chen­den Flücht­lings-Be­wer­bern. Die Ar­beits­agen­tur ste­he zwar als An­sprech­part­ner be­reit, das sei „hier und da“aber kom­pli­ziert und nicht so sim­pel wie ge­wünscht.

„Auch so­zi­al en­ga­gier­te Händ­ler wis­sen häu­fig nicht, wie sie an ei­nen Flücht­ling als Mit­ar­bei­ter ran­kom­men kön­nen.“Der Han­dels­ver­band stel­le zwar ei­nen „Will­komm­mens­lot­sen“be­reit, um die Fir­men bei der Be­wäl­ti­gung bü­ro­kra­ti­scher Vor­ga­ben zu stüt­zen. Aber der Lot­se kön­ne nur be­glei­ten und un­ter­stüt­zen und sei zu­dem auf An­ge­bo­te der Ar­beits­agen­tur an­ge­wie­sen.

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