Spitz­fin­dig­keit zieht Son­der­sit­zung nach sich

Stadt will Ent­schei­dung zur Be­set­zung des künf­ti­gen Gestal­tungs­bei­rats noch in die­sem Jahr

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Edith Kopf

Es gilt „das Heft des Han­delns in der Hand“zu be­hal­ten. Nach die­ser De­vi­se re­agier­te die Rat­haus­spit­ze schnell, nach­dem FDP-Frak­ti­ons-Chef Han­sUl­rich Rül­ke die Ab­stim­mung über den neu­en Gestal­tungs­bei­rat auf Ba­sis ei­ner Ver­wal­tungs­vor­schrift ver­hin­dert hat­te. Die mo­nier­te feh­len­de Aus­schuss­be­ra­tung wird in ei­ner Son­der­sit­zung am Don­ners­tags, 29. De­zem­ber, ver­mut­lich ab 14 Uhr nach­ge­holt.

Der Pla­nungs- und Um­welt­aus­schuss wer­de dann als be­schlie­ßen­des Gre­mi­um ta­gen, teilt der Per­sön­li­che Re­fe­rent von Bau­bür­ger­meis­te­rin Si­byl­le Schüs­s­ler, Marc Feltl, wei­ter mit. Ziel sei, „qua­li­tät­vol­le bau­li­che Ent­wick­lun­gen vor­an­zu­trei­ben und In­ves­ti­tio­nen Drit­ter in un­se­rer Stadt nicht zu ver­hin­dern“. Bei­des lä­ge näm­lich auf Eis, wie Axel Baum­busch von der Grü­nen Lis­te noch er­fra­gen konn­te, be­vor das The­ma von der Ta­ges­ord­nung ge­nom­men war. „So­lan­ge das Gre­mi­um nicht be­ru­fen ist und nicht ta­gen kann geht auch nichts wei­ter“, hat­te Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger klar ge­stellt. El­len Eber­le setz­te sich im wei­te­ren Ver­lauf mit der Er­klä­rung durch, der frü­he­re „Ober­bür­ger­meis­ter Bran­den­burg, der wür­de sich jetzt im Gr­a­be um­dre­hen über die­se, sei­ne FDP“. Im Bau­de­zer­nat setzt man dar­auf, dass der spitz­fin­di­ge Blick Rül­kes in die erst vor kur­zem im Land­tag ver­än­der­te Ver­wal­tungs­vor­schrift nicht da­zu führt, dass Pro­jek­te lie­gen blei­ben. „Wir ge­hen da­von aus, dass wir ein auf die lan­ge Bank schie­ben ver­hin­dern konn­te“, kom­men­tiert Feltl.

Der bis­he­ri­ge Pforz­hei­mer Gestal­tungs­bei­rat war in Re­ak­ti­on auf den Rück­zug des frü­he­ren Bau­de­zer­nent Alex­an­der Uh­lig zum 1. Ju­li ge­schlos­sen zu­rück ge­tre­ten. Kon­se­quenz war nicht nur, dass neue Ar­chi­tek­ten ge­sucht wer­den muss­ten für das Gre­mi­um. Uh­li­gNach­fol­ge­rin Schüs­s­ler muss­te die In­te­rims­zeit auch über­brü­cken, in­dem sie sich bei­spiels­wei­se den bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den Fritz Wil­helm an die Sei­te hol­te, als es im Schnell­schuss um den Um­bau des Haus der Ju­gend ging.

Dem Gestal­tungs­bei­rat sol­len wie­der fünf Ar­chi­tek­ten an­ge­hö­ren. Vor­ge­schla­gen ist Hen­ning Ehr­hardt (Foto: PK), der in Stutt­gart Part­ner im Bü­ro Bot­te­ga und Ehr­hardt ist. Aus Ber­lin wür­de Chris­toph Fel­ger (Foto: dpa) kom­men, Ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter bei Da­vid Chip­per­field Ar­chi­tects. Kom­pe­tenz in Sa­chen Land­schafts­ar­chi­tek­tur kä­me von Pro­fes­so­rin Uta Stock-Gru­ber (Foto: Wid­mann), die an der Hoch­schu­le Wei­hen­ste­phanT­ries­dorf un­ter­rich­tet. Ei­nen stadt­pla­ne­ri­schen Schwer­punkt hat Do­ro­thea Voit­län­der (Foto: PK), Part­ne­rin bei dv Ar­chi­tek­tur in Dach­au und Pro­fes­so­rin an der Hoch­schu­le Würz­burg-Schwein­furt. Au­ßer­dem soll Pro­fes­sor Lud­wig Wapp­ner (Foto: PK) be­ru­fen wer­den. Er lehrt Bau­kon­struk­ti­on am Karls­ru­her In­sti­tut für Tech­no­lo­gie und hat ein Ar­chi­tek­tur­bü­ro in Mün­chen.

Bau­de­zer­nat will nichts auf die lan­ge Bank schie­ben

Uta Stock-Gru­ber Chris­toph Fel­ger Hen­ning Ehr­hardt Do­ro­thea Voit­län­der Lud­wig Wapp­ner

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