Fürs di­gi­ta­le Le­ben gut ge­rüs­tet

Acht­kläss­ler der Nord­stadt­schu­le prä­sen­tie­ren Er­geb­nis­se ih­res Pro­jekts

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Su­san­ne Roth

Das Kon­zept über­zeugt (das Mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung), die Gel­der flie­ßen (noch bis zu den Som­mer­fe­ri­en 2017), und das Wich­tigs­te: 25 Acht­kläss­ler in sie­ben Pro­jekt­grup­pen – aus dem Ganz­ta­ges­be­trieb der Nord­stadt­schu­le – ha­ben rich­tig Spaß beim Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jekt in der Stadt­bi­blio­thek. Das ih­nen ne­ben ei­ner stolz ma­chen­den Prä­senz im Netz samt Home­page und Ins­ta­gram au­ßer­dem ei­ne hö­he­re di­gi­ta­le Kom­pe­tenz und Me­dien­bil­dung be­schert. An­ge­sichts ei­nes von „Fa­keNews“be­glei­te­ten US-Wahl­kampfs laut Bi­b­lio­theks-Lei­te­rin An­ja Bendl-Kunz­mann wohl kei­ne schlech­te Idee und not­wen­di­ger denn je. Zu­dem ha­be sich das Le­se­ver­hal­ten ver­än­dert – ne­ben­bei weist sie auf über 5 000 on­li­ne-Zei­tun­gen und -Zeit­schrif­ten welt­weit hin, die un­ter ih­rem Dach zu le­sen sei­en – was per se nichts Schlech­tes hei­ßen muss. „Es ist eben ein­fach an­ders ge­wor­den.“Das Pro­jekt an der Stadt­bi­blio­thek mit dem kom­pli­zier­ten Na­men, dem of­fen­bar kor­rek­te Recht­schrei­bung, den Apostroph be­tref­fend, ab­han­den ge­kom­men ist, heißt „#ge­checkt: Pforz­heim’s next So­ci­al-rea­ding und – wri­ting Star!“und will Le­se-, Sprach- und Er­zähl­fä­hig­keit mit di­gi­ta­len Me­di­en för­dern.

Und das darf dann auch mal in der Co­mic­spra­che ge­sche­hen. So hat ei­ne Grup­pe seit Ok­to­ber nicht nur an Sprech­bla­sen zu ei­ner Ge­schich­te mit ei­nem „Streit“um das bes­te Buch in der Bi­b­lio­thek ge­ar­bei­tet, son­dern auch Fotos co­mich­aft be­ar­bei­tet. Ei­ne an­de­re hat ei­nen Blog ein­ge­rich­tet zu The­men wie Fuß­ball und Fern­seh-Se­ri­en et­wa, wie­der ei­ne an­de­re wid­me­te sich ei­nem Weih­nachts­ge­dicht von Jo­seph von Ei­chen­dorff und il­lus­trier­te das mit StopMo­ti­on-Bil­dern. Das Mot­to des Pro­jekts, zu dem die Stadt­bi­blio­thek aus Per­so­nal­man­gel die ehe­ma­li­ge Aus­zu­bil­den­de und heu­ti­ge In­for­ma­ti­ons­ma­nage­ment stu­die­ren­de Li­sa Deng­ler ins Haus ge­holt hat könn­te man so be­schrei­ben: Wenn schon die so­zia­le Kom­mu­ni­ka­ti­on heu­te aus Sprach­nach­rich­ten, Bil­dern, „Vi­deo-Calls“und „Sel­fie-Vi­de­os“be­steht, dann we­nigs­tens auf ei­nem sprach­lich gu­ten Ni­veau und auch mit dem Hin­ter­grund­wis­sen, was so­zia­le Me­di­en be­wir­ken oder im Um­kehr­schluss be­schä­di­gen kön­nen. Für den sprach­li­chen Aus­druck hat man dann auch den ehe­ma­li­gen Ku­ri­er-Mit­ar­bei­ter Rai­ner Würth ge­win­nen kön­nen; in Sa­chen Me­di­en­gefah­ren Po­li­zei­haupt­kom­mis­sar Dirk Schä­fer.

Das Pro­jekt wird nach den Weih­nachts­fe­ri­en beim Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner Nord­stadt­schu­le in der sieb­ten Klas­se fort­ge­setzt. Ge­ne­rell be­müht sich die Stadt­bi­blio­thek dar­um, Kin­der und Er­wach­se­ne medienkompetent zu ma­chen.

Blogs zu Fuß­ball und Fern­seh­se­ri­en

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