Mit fal­schen Vor­stel­lun­gen auf­ge­räumt

Ru­mä­ni­scher Ho­no­rar­kon­sul Man­fred Schmitz-Kai­ser zu Gast an der Fritz-Er­ler-Schu­le

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Phil­ipp Rohn

Auf die Ober­stu­fe der Fritz-Er­ler Schu­le war­te­te ges­tern ein be­son­de­rer Gast. Der ru­mä­ni­sche Ho­no­rar­kon­sul für Ba­den-Würt­tem­berg Man­fred Schmitz-Kai­ser´, war ge­kom­men, um über die Rol­le Ru­mä­ni­ens in der Eu­ro­päi­schen Uni­on zu spre­chen.

„Für un­se­re Schü­ler ist das ei­ne tol­le Ge­le­gen­heit, mehr über ein Land zu er­fah­ren, über das die meis­ten wahr­schein­lich nur we­nig wis­sen“, sag­te Schul­lei­ter Mar­tin Hoff­mann. Zwar sei der Be­such im Un­ter­richt vor­be­rei­tet wor­den, ihr Wis­sen über die süd­ost­eu­ro­päi­sche Re­pu­blik zwi­schen Un­garn, Bul­ga­ri­en, der Ukrai­ne und Mol­da­wi­en be­ste­he den­noch teil­wei­se aus Vor­ur­tei­len und fal­schen Vor­stel­lun­gen.

Or­ga­ni­siert hat­te den Vor­trag die Jun­ge Uni­on als Teil ih­rer Rei­he „Ju­gend trifft Po­li­tik“.

„Es wird heu­te im­mer schwe­rer, jun­ge Men­schen für De­mo­kra­tie zu be­geis­tern“, meint der Kreis­vor­sit­zen­de Phil­ipp Dörf­lin­ger. „Es ist Teil un­se­res Selbst­ver­ständ­nis­ses, ih­nen die­se wich­ti­ge The­ma­tik nä­her­zu­brin­gen.“Schmitz-Kai­ser be­gann sei­nen Vor­trag mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen über das Land an der Schwarz­meer­küs­te. Im Ver­gleich zur Bun­des­re­pu­blik sei Ru­mä­ni­en dünn be­sie­delt, das durch­schnitt­li­che Mo­nats­ein­kom­men lie­ge bei rund 430 Eu­ro, et­wa 270 Eu­ro be­trägt der Min­dest­lohn. Be­son­ders für Ba­den-Würt­tem­berg sei es ein wich­ti­ger Han­dels­part­ner, der mehr Gü­ter ex­por­tiert, als er vom deut­schen Markt ein­führt. Über 8 000 deut­sche Fir­men hät­ten Stand­or­te in Ru­mä­ni­en. Da­von wie­der­um be­dien­ten vie­le den ge­sam­ten eu­ro­päi­schen Markt mit ih­ren Pro­duk­ten.

„Im Ge­gen­satz zu den Deut­schen, wo die Zu­stim­mung für die EU in Um­fra­gen bei et­wa 40 Pro­zent liegt, sind die Ru­mä­nen un­se­rer Staa­ten­ge­mein­schaft ge­gen­über sehr wohl­wol­lend ein­ge­stellt“, re­fe­rier­te Schmit­zKai­ser. Über 70 Pro­zent der Be­völ­ke­rung sei­en froh EU-Mit­glied zu sein. Dies sei auch das Re­sul­tat des enor­men Wirt­schafts­wachs­tums des Lan­des. Zwar sei­en die Löh­ne im Ver­gleich zu an­de­ren Mit­glieds­staa­ten nied­rig, seit dem EU-Bei­tritt 2007 sei­en die­se je­doch schon spür­bar ge­stie­gen. Auch für Deutsch­land sei­en die Han­dels­be­zie­hun­gen mit Ru­mä­ni­en ein ren­ta­bles Ar­ran­ge­ment. Im An­schluss an den Vor­trag stell­te er sich den Schü­ler­fra­gen.

Der EU sehr wohl­ge­son­nen

VIEL SPASS hat­te der ru­mä­ni­sche Ho­no­rar­kon­sul Man­fred Schmitz-Kai­ser (rechts) bei sei­nem Be­such in der Frit­zEr­ler-Schu­le. Foto: Eh­mann

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