Kla­ge ab­ge­wie­sen

Heims­heim: Kein An­spruch auf Scha­dens­er­satz

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Heims­heim (PK). Das Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he hat ei­ne Scha­dens­er­satz­kla­ge der Stadt Heims­heim ge­gen ih­ren ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter ab­ge­wie­sen, das schreibt das Ge­richt in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Der be­klag­te ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter hat­te im Jahr 2006 zu­sam­men mit sei­ner Ehe­frau von sei­ner da­ma­li­gen Se­kre­tä­rin – ei­ner Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten der kla­gen­den Stadt – für ei­nen Kauf­preis von 30 000 Eu­ro ein auf der Ge­mar­kung der Stadt ge­le­ge­nes Wie­sen­grund­stück er­wor­ben, das nach dem Flä­chen­nut­zungs­plan als Wohn­bau­flä­che aus­ge­wie­sen war (Ge­biet „Lail­berg II“). Die Stadt Heims­heim sieht sich hier­durch ge­schä­digt. Sie ma­che gel­tend, so das Ge­richt, ihr sei im Jahr 2012 be­kannt ge­wor­den, dass die Se­kre­tä­rin das Grund­stück aus­drück­lich ihr und nicht dem da­ma­li­gen Bür­ger­meis­ter als Pri­vat­per­son zum Kauf an­ge­bo­ten ha­be. Die­ser ha­be durch die Un­ter­las­sung der Wei­ter­lei­tung des An­ge­bots an die ent­spre­chen­den Gre­mi­en sei­ne per­sön­li­chen In­ter­es­sen mit sei­nen dienst­li­chen Pflich­ten ver­quickt und dem Ver­mö­gen der Stadt ei­nen Scha­den zu­ge­fügt. Sie hät­te das Grund­stück selbst er­wor­ben, wenn sie von dem An­ge­bot Kennt­nis er­hal­ten hät­te. Seit ei­nem Be­schluss des Ge­mein­de­rats aus dem Jahr 2011 zur Ent­wick­lung der Wohn­bau­flä­che für das Ge­biet „Lail­berg II“sei der Wert des Grund­stücks auf der­zeit rund 140 000 Eu­ro ge­stie­gen.

Das Ge­richt ha­be die Kla­ge der Stadt ab­ge­wie­sen, weil sich ei­ne Di­enst­pflicht­ver­let­zung des ehe­ma­li­gen Bür­ger­meis­ters nicht fest­stel­len las­se. Nach dem Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me, in der der Bür­ger­meis­ter als Be­tei­lig­ter und die da­ma­li­ge Se­kre­tä­rin als Zeu­gin ver­nom­men wor­den wa­ren, ha­be die Kam­mer nicht die Über­zeu­gung ge­win­nen kön­nen, dass die Se­kre­tä­rin tat­säch­lich das Grund­stück un­miss­ver­ständ­lich zu­nächst der durch den Bür­ger­meis­ter ver­tre­te­nen Klä­ge­rin und nicht dem Bür­ger­meis­ter als Pri­vat­per­son zum Kauf an­ge­bo­ten ha­be. Das Ur­teil ist nicht rechts­kräf­tig. Die Klä­ge­rin kann Be­ru­fung beim Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in Mann­heim be­an­tra­gen.

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