Bahn-Kla­ge steht be­vor

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Die Deut­sche Bahn will heu­te Kla­ge ge­gen ih­re Pro­jekt­part­ner beim Mil­li­ar­den­vor­ha­ben Stutt­gart 21 ein­rei­chen. Die Kla­ge­schrift ge­gen Land, Stadt und Re­gi­on Stutt­gart so­wie Flug­ha­fen wer­de beim Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart ein­ge­reicht, sag­te ein Bahn­spre­cher in Stutt­gart. Der Kon­zern dringt dar­auf, dass sich die Pro­jekt­part­ner an Mehr­kos­ten über die Sum­me von rund 4,5 Mil­li­ar­den Eu­ro hin­aus ge­ne­rell be­tei­li­gen. Um kon­kre­te Sum­men und An­tei­le geht es da­bei nicht. Die Kla­ge muss­te noch in die­sem Jahr er­ho­ben wer­den, da­mit Ver­jäh­rungs­fris­ten nicht

Land und Stutt­gart füh­ren heu­te Ge­sprä­che

ver­strei­chen. Die Bau­her­rin Bahn kal­ku­liert seit März 2013 mit ei­nem Fi­nan­zie­rungs­rah­men von bis zu 6,5 Mil­li­ar­den Eu­ro für die Neu­ord­nung des Stutt­gar­ter Bahn­kno­tens. Sie strebt an, die Pro­jekt­part­ner an mög­li­chen Mehr­kos­ten von zwei Mil­li­ar­den Eu­ro zu 65 Pro­zent zu be­tei­li­gen. Das Land steu­ert 930 Mil­lio­nen Eu­ro bei, die Stadt Stutt­gart knapp 300 Mil­lio­nen Eu­ro.

Die Kla­ge führt auch zu Pro­ble­men im Ver­hält­nis der Fi­nan­ziers un­ter­ein­an­der. Das Land kann nicht aus­schlie­ßen, dass auch sei­ne im Fall ei­nes ge­richt­li­chen Er­folgs der Bahn mög­li­chen An­sprü­che an die Pro­jekt­part­ner zum Jah­res­en­de ver­jäh­ren. Es sieht sich nun sei­ner­seits mög­li­cher­wei­se ge­zwun­gen, ei­ne Kla­ge ge­gen die Stadt Stutt­gart ein­zu­rei­chen.

Ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann (Grü­ne) sag­te aber: „Das Land ver­sucht al­les, um nicht ge­gen die Pro­jekt­part­ner kla­gen zu müs­sen.“Das schwie­ri­ge Vor­ge­hen ge­gen ei­nen en­gen Ver­bün­de­ten in Sa­chen Stutt­gart 21 will Her­mann um­ge­hen, in­dem er die Stadt zu Ge­sprä­chen über den Um­gang mit der Bahn-Kla­ge heu­te ein­lädt.

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