Zer­bi­net­ta brach­te den Durch­bruch

Edi­ta Gru­bero­vá: Die „Kö­ni­gin der Ko­lo­ra­tur“fei­ert heu­te ih­ren 70. Ge­burts­tag

Pforzheimer Kurier - - KULTUR -

Seit Jahr­zehn­ten ist Edi­ta Gru­bero­vá an den be­deu­tends­ten Opern­häu­sern der Welt zu Hau­se. Jetzt hat sich auch ih­re ur­sprüng­li­che Hei­mat Slo­wa­kei der au­ßer­ge­wöhn­li­chen So­pran­stim­me als will­kom­me­nes Aus­hän­ge­schild ent­son­nen und ver­pflich­te­te die „Pri­ma don­na as­so­lu­ta“für Auf­trit­te im De­zem­ber zum Ab­schluss der slo­wa­ki­schen EURats­prä­si­dent­schaft im zwei­ten Halb­jahr 2016. Für ih­ren heu­ti­gen ei­ge­nen Fest­tag will die Opern­sän­ge­rin hin­ge­gen ih­re Pri­vat­sphä­re be­wah­ren: „Ru­hig und in klei­nem Fa­mi­li­en­kreis“will Edi­ta Gru­bero­vá ih­ren 70. Ge­burts­tag fei­ern

Ge­bo­ren ist sie am 23. De­zem­ber 1946 in Bratislava (Preß­burg). Sie stu­dier­te am dor­ti­gen Kon­ser­va­to­ri­um und bei Rut­hil­de Boesch in Wi­en. Kurz nach dem En­de des „Pra­ger Früh­lings“aus der für ih­re künst­le­ri­schen Fä­hig­kei­ten zu eng ge­wor­de­nen tsche­cho­slo­wa­ki­schen Hei­mat emi­griert, er­leb­te Gru­bero­vá nach schwie­ri­gen ers­ten An­läu­fen an der Wie­ner Staats­oper ih­ren Durch­bruch zum Welt­star. In kür­zes­ter Zeit wur­de sie dar­auf­hin zu ei­ner der ge­frag­tes­ten In­ter­pre­tin­nen der Rol­len der Zer­bi­net­ta, Kon­stan­ze, Don­na An­na, Ro­si­na, Gil­da, Vio­let­ta und Lu­cia, die sie an Büh­nen wie der Mai­län­der Sca­la, Lon­don Co­vent Gar­den oder der Me­tro­po­li­tan Ope­ra New York in­ter­pre­tier­te.

Ih­re au­ßer­or­dent­li­che Stim­me mo­ti­vier­te Re­gis­seu­re im­mer wie­der, sel­ten ge­spiel­te Opern mit be­son­ders schwie­ri­gen Ge­s­angs­rol­len ei­gens für sie ins Pro­gramm auf­zu­neh­men. Als „Kö­ni­gin der Ko­lo­ra­tur“ern­te­te Gru­bero­vá Pu­bli­kum­s­o­va­tio­nen.

Un­ter den schöns­ten Er­in­ne­run­gen ih­rer Kar­rie­re nennt sie bis heu­te zu­al­ler­erst ih­ren mu­si­ka­li­schen Durch­bruch 1976 als Zer­bi­net­ta in der Richard-Strauss-Oper „Ari­ad­ne auf Na­xos“un­ter Karl Böhm als Di­ri­gent. Auch die Rol­le der Lu­cia in Do­ni­zet­tis „Lu­cia di Lam­mer­moor“, die sie erst­mals 1978 an der Wie­ner Staats­oper sang und seit­dem im­mer wie­der, ge­hört zu ih­ren liebs­ten Rol­len. Als Vio­let­ta in Ver­dis Oper „La tra­viata“En­de der 80er Jah­re an der New Yor­ker Met (Me­tro­po­li­tan Oper) un­ter Car­los Klei­ber hat­te sie nach ei­ge­nem Be­kun­den ei­nen ih­rer schöns­ten Auf­trit­te.

Eben erst war Gru­bero­vá in Ja­pan auf Tour­nee und will auch nächs­tes Jahr wie­der dort­hin fah­ren. Ein neu­es Kon­zert­pro­gramm für 2017 ist in Vor­be­rei­tung. Chris­toph Thanei/dpa

JU­BI­LA­RIN: Die Sän­ge­rin Edi­ta Gru­bero­vá wird heu­te 70. Foto: dpa

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