„El Gordo“er­freut Spa­ni­en

Weih­nachts­lot­te­rie schüt­tet rund 2,3 Mil­li­ar­den Eu­ro aus

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT -

Ma­drid (dpa). Geld­re­gen über Spa­ni­en: Zwei Ta­ge vor Hei­lig­abend hat die tra­di­ti­ons­rei­che Weih­nachts­lot­te­rie ges­tern mit der Aus­schüt­tung von ins­ge­samt rund 2,3 Mil­li­ar­den Eu­ro in vie­len Re­gio­nen des Lan­des für ei­ne vor­zei­ti­ge Be­sche­rung ge­sorgt. Der Haupt­ge­winn – „El Gordo“, der Di­cke, ge­nannt – ent­fiel auf die Lo­se mit der Num­mer 66 513, die nach An­ga­ben der Lot­te­rie­ge­sell­schaft SELAE al­le von ei­ner ein­zi­gen Ver­kaufs­stel­le im Ma­dri­der Ar­bei­ter­vier­tel Ar­gan­zue­la im är­me­ren Sü­den der Haupt­stadt ab­ge­setzt wur­den.

Der Haupt­ge­winn be­trägt vier Mil­lio­nen Eu­ro für ein gan­zes Los. „El Gordo“wird 160 Mal aus­ge­zahlt, da je­de Los­num­mer auch so häu­fig ver­kauft wird. In der Re­gel kau­fen die meis­ten Spa­nier je­doch kei­ne gan­zen Lo­se, son­dern ge­ben sich mit Zehn­tel­lo­sen für je 20 Eu­ro zu­frie­den, so dass im­mer Dut­zen­de in den Ge­nuss des Haupt­ge­winns kom­men.

Tipp­ge­mein­schaf­ten wer­den von Bü­ro­kol­le­gen, Kn­ei­pen­freun­den, Nach­barn und auch von gan­zen Dör­fern ge­bil­det. Die vor 204 Jah­ren ins Le­ben ge­ru­fe­ne „Lo­te­ría de Na­vi­dad“gilt als die äl­tes­te und – ge­mes­sen an der aus­ge­spiel­ten Ge­samt­sum­me – auch als die größ­te der Welt.

Ein Mil­lio­nen­pu­bli­kum ver­folg­te die knapp vier­stün­di­ge Zie­hung der Glücks­zah­len im Ma­dri­der Opern­haus Tea­tro Re­al auch dies­mal in Kn­ei­pen, Ca­fés, Bü­ros und da­heim vor den TVSchir­men. Ne­ben dem Haupt­ge­winn wur­de zahl­rei­che grö­ße­re und klei­ne­re Prei­se aus­ge­lost. Nach ver­schie­de­nen Schät­zun­gen neh­men im­mer 75 bis 80 Pro­zent al­ler Spa­nier an der Lot­te­rie teil. Sie in­ves­tie­ren je­des Jahr im Schnitt 50 bis 60 Eu­ro. Al­le hof­fen auf ei­nen Geld­se­gen.

Als größ­ter Ge­win­ner stand schon vor der Zie­hung das Fi­nanz­amt fest. Der Staat kas­siert 30 Pro­zent der Ver­kaufs­er­lö­se. Und für je­den Preis über 2 500 Eu­ro müs­sen knapp 20 Pro­zent als Steu­ern ab­ge­führt wer­den.

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