Bril­lan­te An­sich­ten fürs gan­ze Jahr

Gleich vier groß­for­ma­ti­ge Fo­to­ka­len­der bie­ten Aus­bli­cke auf die Gold­stadt

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Jür­gen Pe­che

Ein Weih­nachts­ge­schenk für Freun­de, die wei­ter weg woh­nen, Er­in­ne­run­gen für Aus­wan­de­rer und na­tür­lich Er­bau­li­ches für Ein­hei­mi­sche, die sich ger­ne kunst­voll fo­to­gra­fier­te An­sich­ten ih­rer Hei­mat­stadt an die Wand hän­gen – das al­les bie­ten die Pforz­heim-Ka­len­der des Jah­res 2017. Gan­ze vier sind im Buch­han­del er­hält­lich und sie spre­chen mit un­ter­schied­li­chen The­men und der Art der Auf­ma­chung vie­ler­lei Ge­schmä­cker an. Ge­mein­sam ist al­len ei­ne prak­ti­sche Spi­ral­bin­dung, die leich­tes Um­blät­tern er­mög­licht und ein ab­ge­setz­tes Ka­len­da­ri­um, da­mit die Fo­tos oh­ne Ver­schnitt viel­leicht ei­nen dau­er­haf­te­ren Platz in ei­nem Rah­men be­kom­men kön­nen.

Ein treu­er Weg­be­glei­ter im Ka­len­der­land ist „Pforz­heim ges­tern“, mit al­ten An­sich­ten aus der Samm­lung von Klaus Herb, der im M+M-Ver­lag er­schie­nen ist und 14,90 Eu­ro kos­tet. Das sind zum Teil sel­te­ne Fo­tos, die man sonst nur im Stadt­ar­chiv fin­det und die Gold­stadt wi­der­spie­geln vom Be­ginn des 20. Jahr­hun­dert

Auf dem Co­ver grüßt der Wald­rapp

bis in die ers­ten Jah­re nach dem Zwei­ten Welt­krieg. Bei vie­len Schwarz­Weiß-Bil­dern kann man Ver­glei­che zie­hen, wie sich das Vier­tel oder das ein­zel­ne Ge­bäu­de im Lau­fe der Zeit ver­än­dert hat. Bei­spiels­wei­se das ehe­dem städ­ti­sche Kran­ken­haus, um 1960. Oder der „Mer­kur“, das größ­te Kauf­haus gleich­falls in den Sech­zi­gern, das die Wirt­schafts­wun­der­jah­re mar­kier­te. In­tak­te Ar­chi­tek­tur in der heu­ti­gen Gang­ho­fer­stra­ße in Dill­wei­ßen­stein führt in die 20er Jah­re. Noch frü­her, aus dem Jahr 1905 sind Bei­spie­le von Grün­der­zeit­häu­sern und Ju­gend­stil in der Kai­serWil­helm-Stra­ße zu be­stau­nen. Der Ha­chel­turm wach­te seit 1904 noch un­ver­stellt über der Nord­stadt und auf der na­hen Au­to­bahn zog in den 1930er Jah­ren ein nur dün­ner Fluss von Au­tos an Pforz­heim vor­bei. Zwei Aus­nah­men in der Rei­he der Schwarz-Weiß-Fo­tos bil­det die ko­lo­rier­te An­sicht der Metz­ger­stra­ße im An­schluss an die Zer­ren­ner­stra­ße, um 1905, wie die Erb­prin­zen­stra­ße mit dem „Bahn-Ho­tel“, um 1910. Schon vie­le Jah­re lang fo­to­gra­fiert Gün­ter Beck Stadt­an­sich­ten und Land­schaf­ten rund um Pforz­heim und ge­winnt ver­trau­ten Ecken äs­the­ti­sche Aspek­te ab, oh­ne Neu­hei­ten zu ver­ges­sen. Schon auf dem Co­ver des Ka­len­ders „Gold­stadt Pforz­heim 2017“, er­schie­nen im Al­pha-Ver­lag Bir­ken­feld zum Preis von 13,80 Eu­ro, prangt ein Hin­weis auf das Schmuck- und Uh­ren­ju­bi­lä­um nächs­tes Jahr mit dem schmu­cken Orts­schild am Kup­fer­ham­mer, das Hin­wei­se und Wap­pen sämt­li­cher Part­ner­städ­te trägt. Auf das Ju­bi­lä­um ver­weist auch das Foto mit dem Koll­mar & Jour­danGe­bäu­de, in dem das Mu­se­um der Pforz­hei­mer Schmuck- und Uh­ren­in­dus­trie re­si­diert, das im April nächs­ten Jah­res nach ei­ner Über­ar­bei­tung wie­der­er­öff­net wird. Der „Vo­gel­brun­nen“in der Zäh­rin­ge­r­al­lee ent­stand 1927 nach dem Ent­wurf des Leh­rers Max Kas­su­be und trägt gleich­falls das Merk­mal Pforz­hei­mer Kunst. Viel wei­ter zu­rück, nach Rom im Jahr 312, führt ein Foto aus dem Pan­ora­ma im ehe­ma­li­gen Ga­so­me­ter. Und dann geht es hin­aus, in die Na­tur. Zu­nächst in den ro­sen­be­stan­de­nen Schloss­park, dann ent­lang der Enz, vor­bei am Wai­sen­haus­platz mit sei­nen som­mer­li­chen Rast­plät­zen und der Stadt­kir­che, von de­ren Turm sich ei­ne präch­ti­ge Aus­sicht über die Ci­ty bie­tet.

„Pforz­heims schö­ne Stel­len“spürt ein wei­te­rer Ka­len­der auf, der im Cal­ven­doVer­lag er­schie­nen ist und 29,90 Eu­ro kos­tet. Der Fo­to­graf Ar­min Paul ge­winnt der Stadt mit sei­ner ei­ge­nen Hand­schrift durch­aus neue Sicht­wei­sen ab und ver­mit­telt das Bild ei­ner grü­nen Idyl­le, ganz im Lauf der Jah­res­zei­ten. Wo im Ja­nu­ar und Fe­bru­ar Wai­sen­haus­platz und die Au noch braun vor sich hin dar­ben, bricht mit den ers­ten Son­nen­strah­len im März das Grün aus al­len Po­ren der Stadt her­aus, auf In­seln der Enz, am Da­vos­weg und an der Kall­hardtbrü­cke, na­tür­lich im Stadt­gar­ten und fluss­ab­wärts im Enzau­en­park und im Stadt­teil Eu­tin­gen. Dann im De­zem­ber wie­der geht die Ve­ge­ta­ti­on schla­fen und er­starrt das Eis auf dem See­haus-See.

Der För­der­ver­ein Wild­park hat für sei­nen neu­en Ka­len­der den Fo­to­gra­fen Alex­an­der Oehr­le ge­win­nen kön­nen und wird den Rein­erlös aus dem Ver­kauf in Pro­jek­te des Wild­parks ste­cken. Für 12 Eu­ro be­kommt man 13 herr­li­che Bil­der von Tie­ren zu se­hen, die gleich um die Ecke zu Hau­se sind und doch so mar­kant und ty­pisch prä­sen­tiert wer­den, wie es nur ein gu­ter Tier­fo­to­graf kann. Schon auf dem Co­ver grüßt der Wald­rapp, wäh­rend Mo­nat für Mo­nat ei­nem an­de­re Ge­sich­ter ab­schau­en: Zwei Luch­se et­wa, beim spie­le­ri­schen Biss, ein sü­ßes Zick­lein oder ei­nen Fi­schot­ter beim auf­rech­ten Gang. Al­le Tie­re wir­ken und stim­men glück­lich, ob es der schla­fen­de Fuchs ist, oder die wach­sa­me Eu­le.

DIE GOLD­STADT ZUM AN DIE WAND NAGELN zeigt Tha­lia-Che­fin Eri­ka Föst. Wer sich von den schöns­ten Ecken sei­ner Hei­mat­stadt durchs Jahr be­glei­ten las­sen will, hat die Aus­wahl aus vier Fo­to­ka­len­dern. Foto: Pe­che

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