Bun­des­po­li­zei in­ten­si­viert Kon­trol­len

Schwer be­waff­net si­chern Be­am­te den Weih­nachts­rei­se­ver­kehr an den Gren­zen

Pforzheimer Kurier - - IM FADENKREUZ DES TERRORS - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ro­chus Gör­gen

Die Be­am­ten ste­hen schwer be­waff­net an den Grenz­über­gän­gen. Auch an den Bahn­hö­fen und Flug­hä­fen pa­trouil­lie­ren Po­li­zis­ten mit Ma­schi­nen­pis­to­le und Schutz­wes­te. Mit ei­nem mas­si­vem Auf­ge­bot si­chert die Bun­des­po­li­zei den Weih­nachts­ver­kehr. Rei­sen­de müss­ten aber kei­ne Ein­schrän­kun­gen fürch­ten.

Nach dem Ter­ror­an­schlag in Ber­lin wird der Weih­nachts­rei­se­ver­kehr in Deutsch­land stär­ker be­wacht. An Flug­hä­fen, Bahn­hö­fen und in ei­nem 30 Ki­lo­me­ter brei­ten Strei­fen an den Gren­zen Deutsch­lands sei die Bun­des­po­li­zei stark prä­sent, teil­te das Bun­des­po­li­zei­prä­si­di­um in Pots­dam mit. Auch nach dem Tod des mut­maß­li­chen At­ten­tä­ters Anis Am­ri blie­ben die Si­cher­heits­vor­keh­run­gen auf un­ver­än­dert ho­hem Ni­veau, hieß es aus der Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Ber­lin. Die Maß­nah­men wür­den bis auf Wei­te­res auf­recht­er­hal­ten.

Die Bun­des­po­li­zei hat bun­des­weit 41 000 Mit­ar­bei­ter, dar­un­ter sind et­wa 31 000 aus­ge­bil­de­te Voll­zugs­be­am­te. An den Ber­li­ner Flug­hä­fen Te­gel und Schö­ne­feld ge­hen Be­am­te in vol­ler Mon­tur auf Strei­fe – dort sei die Prä­senz be­reits nach den An­schlä­gen von Pa­ris und Brüs­sel er­höht wor­den, be­rich­te­te Jens Scho­bran­ski, der Spre­cher der Haupt­stadt­di­rek­ti­on der Bun­des­po­li­zei.

Zur auf­fäl­li­gen Aus­rüs­tung der Be­am­ten ge­hört vor al­lem die „MP 5“– ei­ne bei Po­li­zei­dienst­stel­len welt­weit ver­brei­te­te Ma­schi­nen­pis­to­le. Bei der Bun­des­po­li­zei wur­den die Di­enst­plä­ne über­ar­bei­tet, um die zu­sätz­li­che Ar­beit be­wäl­ti­gen zu kön­nen. Da­bei neh­men die Be­am­ten auf je­den Fall be­reits auch Sil­ves­ter in den Blick – so wird et­wa das Si­cher­heits­kon­zept für die Ber­li­ner Sil­ves­ter­par­ty noch­mals über­ar­bei­tet. „Der­zeit sind wir gu­ter Din­ge“, sag­te Scho­bran­ski mit Blick auf die Fra­ge, ob das noch zu be­wäl­ti­gen sei.

Au­ßer­halb der Haupt­stadt hat die Bun­des­po­li­zei un­ter an­de­rem die Gren­zen im Blick. Bun­des­weit dür­fe sie in ei­nem Strei­fen von 30 Ki­lo­me­tern zur je­wei­li­gen Gren­ze kon­trol­lie­ren, sag­te Prä­si­di­ums­spre­cher Ge­ro von Ve­ge­sack. Mit Ver­zö­ge­run­gen an Flug­hä­fen oder an den Grenz­über­gän­gen müss­ten Weih­nachts­rei­sen­de al­ler­dings nicht rech­nen. Am größ­ten deut­schen Flug­ha­fen in Frankfurt hat­te die Bun­des­po­li­zei gleich nach dem An­schlag die Fahn­dung in­ten­si­viert. Es sei­en nicht nur mehr Kräf­te im Ein­satz, die­se sei­en auch be­son­ders auf­merk­sam und für mög­li­che Ge­fah­ren sen­si­bi­li­siert, hat­te ein Spre­cher in Frankfurt/Main be­tont.

Die fran­zö­si­sche Re­gie­rung hat­te ih­rer­seits di­rekt nach dem An­schlag schär­fe­re Kon­trol­len an der Gren­ze zu Deutsch­land an­ge­ord­net. In ei­ner Mit­tei­lung des Pa­ri­ser In­nen­mi­nis­te­ri­ums wur­den die Be­hör­den auf­ge­for­dert, „je­de nütz­li­che Maß­nah­me zu er­grei­fen, um um­ge­hend die Kon­trol­len an der fran­zö­sisch-deut­schen Gren­ze zu ver­stär­ken“.

BIT­TE AN­HAL­TEN: An den deut­schen Au­ßen­gren­zen wer­den Au­to­fah­rer wie­der ver­stärkt kon­trol­liert. Auch an Flug­hä­fen und Bahn­hö­fen hat die Bun­des­po­li­zei deut­lich mehr Be­am­te im Ein­satz. Foto: dpa

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