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Bra­si­lia­ne­rin lebt dank Herz von deut­schem Ka­nu­trai­ner

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ge­org Is­mar

Rio de Janei­ro. Ein Herz aus Deutsch­land ret­te­te ihr Le­ben: Ivo­net­te Balt­ha­zar aus Bra­si­li­en freut sich so sehr wie noch nie auf das Weih­nachts­fest. Sie hat­te im Au­gust die­ses Jah­res das Herz des deut­schen Ka­nu-Sla­lom-Trai­ners Ste­fan Hen­ze trans­plan­tiert be­kom­men. Hen­ze war wäh­rend der Olym­pi­schen Spie­le 2016 in Rio ge­stor­ben.

Mit der Emp­fän­ge­rin sei­nes Her­zens geht es nun wie­der berg­auf. „Ich bin ihm so dank­bar“, sag­te die 66-jäh­ri­ge Balt­ha­zar in Rio de Janei­ro. Sie hat­te schon fast auf­ge­ge­ben, nach ei­nem In­farkt funk­tio­nier­ten nur noch 30 Pro­zent des Her­zens. Zum Weih­nachts­fest sei­en sie 18 Leu­te, er­zähl­te Balt­ha­zar. „Mit ihm wer­den wir 19 sein.“Ihr gro­ßes Ziel auf dem Weg zu­rück in ein nor­ma­les Le­ben ist im April ein ZweiKi­lo­me­ter-Lauf. Hen­ze war am 12. Au­gust als Fahr­gast mit ei­nem Ta­xi ver­un­glückt und hat­te ein schwe­res Schä­del-Hirn-Traum er­lit­ten. Er starb am 15. Au­gust und war In­ha­ber ei­nes Or­gan­spen­de­aus­wei­ses. Hen­ze stamm­te aus Hal­le an der Saa­le, bei Olym­pia 2004 ge­wann er Sil­ber im Zwei­er-Ca­na­di­er.

Über das deut­sche Ge­ne­ral­kon­su­lat ließ Balt­ha­zar der Fa­mi­lie von Hen­ze ein Dan­kes­schrei­ben zu­stel­len. Sie wür­de sich auch sehr freu­en, die­se ken­nen­zu­ler­nen.

IVO­NET­TE Balt­ha­zar (im Ses­sel) mit Mut­ter und Sohn. Foto: dpa

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