Stadt­ge­spräch

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

(lei­der) sehr gut zu tun, wie der schei­den­de Lei­ten­de Ober­staats­an­walt Gun­ter Spitz den BNN jüngst sag­te.

Klein­last­wa­gen als Bar­ri­ka­den vor dem Christ­kind­les­markt, Po­li­zis­ten mit Ma­schi­nen­pis­to­len an den Ein­gän­gen – müs­sen wir uns in Karlsruhe ernst­haft an sol­che Bil­der ge­wöh­nen? Ja, ver­mut­lich müs­sen wir uns an sol­che Bil­der in den kom­men­den Jah­ren ge­wöh­nen. Als am ver­gan­ge­nen Sams­tag­abend Ki­no­be­su­cher sich an­ge­sichts ei­nes Man­nes mit gro­ßem Ruck­sack und miss­ver­ständ­li­chem Ge­mur­mel ängs­tig­ten, ver­lie­ßen sie den Ki­no­saal und ver­stän­dig­ten das Per­so­nal des Film­pa­las­tes. Dar­auf rück­te die Po­li­zei zu ei­nem Groß­ein­satz an und über­wäl­tig­te den zwar be­trun­ke­nen, aber völ­lig harm­lo­sen Ki­no­gän­ger. Da war viel­leicht manch ei­ner ge­neigt, den Groß­ein­satz für et­was über­trie­ben zu hal­ten. Doch das war er nicht, wie die schreck­li­chen Er­eig­nis­se von Ber­lin be­le­gen. Lie­ber et­was vor­sich­ti­ger agie­ren als hin­ter­her sich et­was vor­wer­fen müs­sen. Lie­ber ein­mal mehr an­ru­fen als ein­mal zu we­nig, emp­fiehlt auch die Karls­ru­her Po­li­zei. Da­mit sind na­tür­lich nicht je­ne dumm­dreis­ten Tritt­brett­fah­rer ge­meint, die fal­sche Alarm­mel­dun­gen ver­brei­ten und die hof­fent­lich mit her­ben Kon­se­quen­zen für ihr Tun rech­nen müs­sen. Ge­for­dert ist der auf­merk­sa­me Bür­ger, oh­ne al­ler­dings hy­per­ner­vös zu wer­den. Theo Wes­ter­mann

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