De­pres­si­on am Mor­gen

Pforzheimer Kurier - - MENSCH UND MEDIZIN -

Nie­der­ge­schla­gen und ver­zwei­felt – wer sich in den Mor­gen­stun­den so fühlt, lei­det mög­li­cher­wei­se an ei­ner de­pres­si­ven Er­kran­kung. Denn ein emo­tio­na­les Mor­gen­tief kann auf ei­ne De­pres­si­on hin­wei­sen, warnt der Be­rufs­ver­band Deut­scher Ner­ven­ärz­te. Be­ste­hen die Sym­pto­me län­ger als zwei Wo­chen, soll­ten Be­trof­fe­ne pro­fes­sio­nel­le Hil­fe su­chen.

Ty­pisch für ein emo­tio­na­les Mor­gen­tief ist, dass de­pres­si­ve Pa­ti­en­ten sich zu Ta­ges­be­ginn miss­mu­tig und un­mo­ti­viert füh­len. Sie ha­ben Schwie­rig­kei­ten, auf­zu­ste­hen und sind kaum be­last­bar. Au­ßer­dem wer­den sie schnell mü­de. Be­trof­fe­ne müs­sen sich zu al­lem zwin­gen – auch zu ei­gent­lich an­ge­neh­men Tä­tig­kei­ten.

Auch kör­per­li­che Ve­rän­de­run­gen sind Aus­druck ei­ner De­pres­si­on. Das kön­nen Schlaf­stö­run­gen oder Kopf-, Rü­cken­und Na­cken­schmer­zen sein. Kreis­lauf­stö­run­gen oder ein En­ge­ge­fühl in der Brust kön­nen auf­tre­ten. Ei­ni­ge lei­den un­ter Ma­gen-Darm-Be­schwer­den. Al­ler­dings kön­nen De­pres­sio­nen auch durch kör­per­li­che Er­kran­kun­gen aus­ge­löst wer­den – des­halb ist es wich­tig, or­ga­ni­sche Ur­sa­chen ab­zu­klä­ren. nau

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