Ent­deckt: Ot­her pro­ce­du­re

Pforzheimer Kurier - - VERBRAUCHER-REPORT -

Das größ­te Pro­blem von Sil­ves­ter­muf­feln wie mir be­steht da­rin, sich bis 24 Uhr wach zu hal­ten. Der Ma­gen ver­aus­gabt sich beim Ver­dau­en des Ra­clettes, der Rot­wein legt sich wie ein blei­er­ner Helm über Stirn und Schlä­fen und aus­ge­rech­net dann kommt der Vor­schlag, das ach so be­lieb­te „Din­ner for one“zu schau­en. Ich weiß nicht war­um, aber der kör­ni­ge schwarz-wei­ße Strei­fen aus der Früh­zeit der TV-Unterhaltung för­dert bei mir aku­te Nar­ko­lep­sie. Nichts lang­wei­li­ger, als den tap­si­gen But­ler zum hun­derts­ten Mal über den Ti­ger­kopf stol­pern zu se­hen, und nichts drö­ger, als beim 90. Ge­burts­tag ei­ner wun­der­li­chen Schach­tel zu­zu­se­hen, die of­fen­sicht­lich auch nicht mehr Her­rin des Ge­sche­hens ist. Ich dach­te, seit dem Tod Ha­rald Juhn­kes dür­fe man im Deut­schen Fern­se­hen nicht mehr über Al­ko­ho­li­ker la­chen. Sei’s drum. Man will ja kei­ne Spaß­brem­se sein und wenn es die Jah­res­end­zeit­gäs­te­ko­ro­na wünscht, wird in Got­tes Na­men eben auch die­ses Jahr wie­der „Din­ner for one“ge­guckt. Sa­me pro­ce­du­re...

Oder nicht? Wie wä­re es zur Ab­wechs­lung mal mit ei­ner Neu­in­ter­pre­ta­ti­on des al­ten Ri­tu­als? War­um soll Oma Ger­da nicht mal die Miss So­phie sein und Nef­fe Ralf der trot­te­li­ge Ja­mes? Sprech­thea­ter im Wohn­zim­mer! Den kom­plet­ten Text zur Kult­sen­dung gibt es auf der Web­sei­te des Nord­deut­schen Rund­funks (www.ndr.de). Da­zu ein Wis­sens­quiz, ein Star­schnitt von But­ler Ja­mes und al­le Re­zep­te der Ge­rich­te. Sa­me pro­ce­du­re – mal an­ders. smk

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