Die Em­pö­rung ist groß

UN-Re­so­lu­ti­on: Ne­tan­ja­hu be­stellt US-Bot­schaf­ter ein

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Jerusalem (AFP). Is­ra­el hat mit di­plo­ma­ti­schen Schrit­ten auf die UN-Re­so­lu­ti­on ge­gen die is­rae­li­sche Sied­lungs­po­li­tik in den be­setz­ten Pa­läs­ti­nen­ser­ge­bie­ten re­agiert. Nach schar­fer Kri­tik am schei­den­den US-Prä­si­den­ten Ba­rack Oba­ma emp­fing Is­ra­els Re­gie­rungs­chef Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu den US-Bot­schaf­ter Da­vid Sh­a­pi­ro in Jerusalem. An­ga­ben zum In­halt des Ge­sprächs wur­den nicht ge­macht. Zu­dem wur­den die Bot­schaf­ter von zehn der 14 wei­te­ren UN-Si­cher­heits­mit­glie­der, die für die Re­so­lu­ti­on ge­stimmt hat­ten, in Jerusalem ein­be­stellt. In der Re­so­lu­ti­on des UN-Si­cher­heits­ra­tes wird der so­for­ti­ge Stopp is­rae­li­scher Sied­lungs­ak­ti­vi­tä­ten im West­jor­dan­land und in Ost-Jerusalem ge­for­dert. Die­se hät­ten kei­ne recht­li­che Grund­la­ge und ge­fähr­de­ten die Um­set­zung ei­ner Zwei-Staa­tenLö­sung, heißt es in dem Text. Es war das ers­te Mal seit 1979, dass der Si­cher­heits­rat die is­rae­li­sche Sied­lungs­po­li­tik in ei­ner Re­so­lu­ti­on ver­ur­teil­te. Mög­lich wur­de das durch die Ent­schei­dung der USA, nicht von ih­rem Ve­to­recht Ge­brauch zu ma­chen, son­dern sich zu ent­hal­ten.

Die Ent­schei­dung sei „par­tei­isch“und „schänd­lich“, so Ne­tan­ja­hu bei ei­ner Ze­re­mo­nie zum Ha­nu­kkahFest. Schar­fe Kri­tik üb­te Ne­tan­ja­hu an Oba­ma. Die­ser ha­be mit der Tra­di­ti­on ge­bro­chen, Is­ra­el nicht „die Be­din­gun­gen für ei­nen Frie­den zu dik­tie­ren“.

Kom­men­tar

HEF­TI­GE KRI­TIK an der UN-Re­so­lu­ti­on üb­te der is­rae­li­sche Mi­nis­ter­prä­si­dent Ne­tan­ja­hu. Fo­to: AFP

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